Aufwärtstrend bei US-Lohnentwicklung führt zu Neujustierung der Markterwartungen an die Fed
09 Jul 2019Die am vergangenen Freitag veröffentlichten, überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten wecken Zweifel daran, ob der geldpolitische Ansatz der US-Notenbank so moderat ausfällt wie vom Markt erhofft. Folglich drehte die Stimmung an den Aktienmärkten ins Negative, und auch die zuvor am Donnerstag, 4. Juli, unter 1,95 % gefallene Rendite 10-jähriger US Treasuries stieg erneut auf über 2 %. Im Intraday-Handel verzeichnete der US Dollar Basket am Freitag, 5. Juli, einen Wertzuwachs um nahezu 0,5 %. Aus diesem Grund setzte sich die Goldrallye nicht wie bisher fort. In der Folge sank der Goldpreis von einem Niveau nahe USD 1.420 je Feinunze Mitte vergangener Woche auf knapp unter USD 1.400 je Feinunze zum Wochenende. Angesichts der nach wie vor hohen geopolitischen Risiken sollte sich das Abwärtspotenzial für Gold infolge der Neubewertung des geldpolitischen Kurses der Fed durch den Markt allerdings in Grenzen halten. Die Aufkündigung des Atomabkommens seitens des Iran, die weiterhin bestehende Gefahr der Eskalation bei den Handelsgesprächen und die nach der Entlassung des Notenbankchefs in der Türkei fortgesetzte institutionelle Instabilität dürften die Nachfrage nach dem Edelmetall als historisch sicheren Hafen weiter hochhalten.
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Ölpreiserholung wahrscheinlich: „OPEC+“-Vorgespräche deuten auf anhaltende Verknappung hin
11 Jun 2019Vor den für den 25. und 26. Juni 2019 anberaumten „OPEC+“-Gesprächen haben Saudi-Arabien und Russland bereits eine mögliche Verlängerung des Förderlimits erörtert. Eine zwischen diesen „Öl-Supermächten“ getroffene Vereinbarung ist in der Regel wegweisend für die gesamte Gruppe. Der in den vergangenen Wochen enttäuschende Ölpreistrend könnte sich umkehren, sofern sich das Ölkartell tatsächlich auf eine Fortführung des Förderbegrenzungsabkommens einigt.
Hoffnung auf Fed-Leitzinssenkung: Aktienmärkte in den USA und Europa im Aufwind
10 Jun 2019Die Aktienmärkte verzeichneten in der ersten Juniwoche einen starken Auftakt, gestützt von der Hoffnung, dass die Fed noch in diesem Jahr die Leitzinsen senkt. Der S&P 500 zeigte die im bisherigen Jahresverlauf beste Wochenperformance; der Index liegt aktuell nur um 3 % unter seinem Allzeithoch. Auch europäische Indizes wie der deutsche DAX und der italienische FTSE MIB legten um nahezu 3 % zu. Der STOXX Europe 600 und der britische FTSE 100 stiegen um über 2 %.
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Sinkende Erdölpreise täuschen über geopolitische Risiken hinweg
04 Jun 2019Brent fiel in der vergangenen Woche um mehr als 12 % und reagierte damit auf durch Handelsprotektionismus ausgelöste Ängste. Der Markt scheint die Tatsache ignoriert zu haben, dass die Erdölversorgung immer noch sehr knapp ist und das Risiko einer weiteren Verknappung besteht. Das Krisentreffen, das über das Wochenende unter Leitung Saudi-Arabiens stattfinden wird, dürfte zu einem Anstieg der geopolitischen Prämie bei Erdöl führen, doch da die Schlagzeilen es noch nicht auf das Titelblatt geschafft haben, könnte die prekäre Situation im Nahen Osten unbemerkt bleiben. Bei Erdöl könnte es in naher Zukunft zu einer deutlichen Erholung kommen.
Handelsstreitigkeiten sorgen für Ausverkauf bei US-Aktien
03 Jun 2019Die Handelsstreitigkeiten standen letzte Woche im Mittelpunkt und verursachten einen starken Ausverkauf bei US-Aktien. US-Präsident Trump wiederholte, er sei noch in keiner Weise zu einem Abkommen mit China bereit, und drohte, die Zölle auf mexikanische Güter anzuheben. Der S&P 500 Index fiel unter seinen 200-tägigen gleitenden Durchschnitt, wobei alle Branchen Verluste erlitten.
Steigendes geopolitisches Risiko führt zu einem Rückgang bei großen europäischen Indizes
03 Jun 2019Aufgrund steigender geopolitischer Risiken machte sich auf den europäischen Aktienmärkten Vorsicht breit. Dies trug beim STOXX Europe 600 zu einem Minus von rund 2 % bei. In Deutschland verzeichnete der exportlastige DAX mit 2,4 % sogar noch höhere Verluste. Die zunehmenden politischen Spannungen zwischen Italien und der EU aufgrund der Haushaltsverhandlungen sorgten beim FTSE MIB in Italien zu einem Rückgang von fast 3 %.