US-Aktien: Wirtschaftliches Umfeld positiv, doch COVID bereitet weiterhin Sorge
23 Apr 2021Die Stimmung bei US-Aktien fiel im April größtenteils positiv aus – sowohl der S&P 500 Index als auch der NASDAQ Composite Index legten zu. Der Rückgang bei den Renditen von US-Treasuries hat den Druck etwas gelindert, der im ersten Quartal des Jahres auf Aktien lastete. Bessere Wirtschaftsdaten und Gespräche über weitere Konjunkturprogramme auf politischer Ebene sorgen bei Risikoaktiva für positive Entwicklungen. Eine steigende Zahl von COVID-Fällen in vielen Teilen der Welt bereitet weiterhin Sorge. Mit Stand zum 21. April führt Informationstechnologie die Branchen im S&P 500 Index in diesem Monat an.
Möglicher Rückenwind für Baumwollpreise
16 Apr 2021Dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA) zufolge ist zu erwarten, dass der internationale Baumwollmarkt aufgrund einer robusten Nachfrage und niedrigeren Anfangsbeständen angespannter sein wird als zuvor. Die weltweiten Endbestände sollen 2020/21 um 93,5 Mio. Ballen sinken, was gegenüber vorherigen Schätzungen einer Million Ballen mehr entspricht. Das US-Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose für US-Baumwollbestände am Ende des aktuellen Erntejahres auf 3,9 Mio. Ballen nach unten korrigiert. Dies entspricht dem niedrigsten Stand innerhalb von vier Jahren, was auf eine Aufwärtskorrektur der Exporte zurückzuführen ist. Dies dürfte den Baumwollpreisen Rückenwind geben.
Starke Erholung bei Technologiewerten im April
16 Apr 2021Technologieaktien haben sich nach einem schwachen März im April deutlich erholt. Mit Stand zum 14. April bewegt sich der technologielastige NASDAQ Composite rasch auf Rekordhochs zu. Im S&P 500 Index sind Informationstechnologie und Nicht-Basiskonsumgüter (wozu zahlreiche große Technologieunternehmen zählen) seit Monatsbeginn die Branchen mit der besten Performance. Dies unterscheidet sich merklich zum ersten Quartal, als Energie und Finanzen kontinuierlich die Liste der Branchen mit der besten Entwicklung anführten.
Kohlenstoff scheint Lichtblick im Energiekomplex zu sein
16 Apr 2021Kohlenstoff-Futures haben seit November letzten Jahres hohe Gewinne verzeichnet. Die Preise von Kohlenstoff-Futures sind auf ein neues Allzeithoch gestiegen, was eine zunehmende wirtschaftliche Aktivität sowie einen strukturell angespannten Markt widerspiegelt, da die Entscheidungsträger bessere Umweltbilanzen anstreben.
Breit angelegte Körbe stehen bei Investoren in der Gunst
08 Apr 2021Bei Exchange-Traded Products dominieren weiterhin breit angelegte Körbe die Kapitalflüsse bei Rohstoffen. Dabei handelt es sich um eine beachtenswerte Veränderung gegenüber dem letzten Jahr, als breite Rohstoffe als Anlageklasse im Vergleich zu anderen Branchen, wie Edelmetalle, größtenteils ignoriert wurden. Da sich zahlreiche Rohstoffsektoren, wie Industriemetalle, landwirtschaftliche Rohstoffe und Energie, in den letzten Monaten gut entwickelt haben, nutzen die Investoren diversifizierte Körbe, um an der Hausse teilzuhaben. Die Kapitalflüsse in globale Exchange-Traded Products für breit angelegte Körbe haben seit Jahresbeginn die Marke von 6 Mrd. USD überschritten. Industriemetalle belegen mit Zuflüssen von knapp über 760 Mio.
USD den zweiten Platz.
Quelle: WisdomTree, Bloomberg. Stand der Daten: 07.04.2021.
Europäische Aktien liegen in der Lokalwährung bisher vorn
08 Apr 2021Nachdem sie im letzten Jahr deutlichen Gegenwind zu spüren bekommen hatten, haben sich europäische Aktien dieses Jahr deutlich erholt und liegen bisher vor ihren Pendants aus den USA. Mit Stand zum 7. April verzeichnet der Euro Stoxx 50 Index ein Plus von knapp über 11 % (in Euro), während der S&P 500 Index seit Jahresbeginn knapp 9 % (in USD) zugelegt hat. Werden Währungseffekte berücksichtigt, haben US-Aktien einen leichten Vorsprung, da sich der US-Dollar in den letzten Wochen – nach einer deutlichen Abwertung seit der zweiten Hälfte letzten Jahres – leicht erholt hat.
Gute US-Wirtschaftsdaten heben die Stimmung
08 Apr 2021Die Aktienmärkte haben die US-Wirtschaftsdaten vom März positiv aufgenommen. Die Einkaufsmanagerindizes sowohl für das produzierende Gewerbe als auch für Dienstleistungen (die die Wirtschaftsaktivität im Vergleich zum Vormonat messen) steigen weiterhin. Die Arbeitslosigkeit ist rückläufig und die Stimmungsindikatoren für Verbraucher und Unternehmen haben sich verbessert (Quelle: Trading Economics). Sowohl der S&P 500 Index als auch der NASDAQ Composite Index haben Anfang April positiv auf die Daten reagiert.
Aufkommende Sorge um Nachfrage lässt Ölpreise sinken
25 Mar 2021Nach hohen Gewinnen in der ersten Märzhälfte sind die Ölpreise in der zweiten Monatshälfte rückläufig. Dies ist auf eine Kombination folgender Aspekte zurückzuführen: 1. Sorge um die Nachfrage, da die Pandemie Europa und Indien weiterhin fest im Griff hat, 2. allgemein risikoaverse Stimmung inmitten steigender Treasury-Renditen und von Ausverkäufen bei Aktien, 3. spekulative Positionierung sinkt, nachdem sie während der jüngsten Preisanstiege erhöht gewesen ist, und 4. Wertsteigerung beim US-Dollar.
Steigende Treasury-Renditen stützen den Dollar
25 Mar 2021Der Wert des US-Dollars im Verhältnis zu einem Korb aus Weltwährungen nahm in der zweiten Hälfte des letzten Jahres deutlich ab. Aus historischer Sicht durchläuft die Währung lange Stärke- und Schwächezyklen, die in der Regel mit den US-Zwillingsdefiziten zusammenhängen – einer Kombination aus Leistungsbilanzdefizit und Haushaltsdefizit. Weiten sich die Zwillingsdefizite aus, verliert die Währung an Wert. Doch in den letzten Wochen hat der steile Anstieg der Treasury-Renditen dazu geführt, dass die Märkte die Möglichkeit einer Verschärfung der Geldpolitik durch die Fed in die Waagschale geworfen haben. Dies sorgt beim Dollar für Unterstützung.
Das treibt Aktien jenseits der durch steigende Renditen verursachten Schlappe an
25 Mar 2021In den letzten Wochen hat der steile Anstieg der langfristigen Renditen von US-Treasuries allgemein zu Verlusten auf den Aktienmärkten geführt. Technologiewerte und Schwellenländeraktien hat es besonders stark getroffen. Der Ausblick für Aktien für den Rest des Jahres hängt deshalb stark von folgenden Einflüssen ab: 1. Konjunkturprogramm in den USA, 2. eine weiterhin entgegenkommende Rhetorik der US-Notenbank (Fed) und 3. zyklischer Optimismus, bei dem die Hoffnung auf ein durch die Impfstoffe ermöglichtes Ende der Pandemie und auf eine aufgestaute Nachfrage der Verbraucher die Wirtschaft ankurbeln und die Unternehmensgewinne steigen lassen.