Verluste bei Industriemetallen aufgrund anhaltender risikoaverser Stimmung auf den Märkten
15 Sep 2022Die Risikostimmung ist nach den Kommentaren von Jerome Powell auf dem Symposium in Jackson Hole Ende August wieder pessimistisch geworden. Aktien verzeichneten Verluste, ebenso wie Industriemetalle. Um diesen breit angelegten Ausverkauf auf den Märkten inmitten der Sorge um eine Rezession zu überwinden, benötigten Industriemetalle zumindest einen Funken positiver Wirtschaftsdaten. Dazu kam es leider nicht. In der Regel hat die Produktionstätigkeit in China, dem weltweit größten Verbraucher von Industriemetallen, spürbare Auswirkungen auf die Metallpreise. Der chinesische Einkaufsmanagerindex (EMI) für das herstellende Gewerbe war im August rückläufig, nachdem er in den beiden vorangegangenen Monaten gestiegen war. Die Atempause, die Industriemetalle in der zweiten Julihälfte eingelegt hatten, hat sich im August also aufgelöst.
Weiterhin harter Kurs der Zentralbanken belastet Edelmetalle
15 Sep 2022Die Rede von Jerome Powell in Jackson Hole hat Gold keine Unterstützung geboten. Falls es in irgendeiner Hinsicht Erwartungen an ein entgegenkommendes Verhalten der US-Notenbank gegeben hat, wurden diese auf dem Symposium zunichte gemacht. Ein weiterhin harter Kurs der Fed sorgt für einen starken US-Dollar und einen Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen – beides sind keine willkommenen Anzeichen für Gold. Diese beiden Faktoren haben sich im Laufe des vergangenen Monats entwickelt und damit auch die erwarteten Auswirkungen auf Gold. Doch ein harter Kurs der Fed in Zeiten, in denen sich die USA bereits in einer technischen Rezession befinden und die Stimmung auf den Aktienmärkten größtenteils risikoavers ausfällt, dürfte zu einer erhöhten Nachfrage nach defensiven Anlagen führen. Angesichts des Nettoabflusses aus Exchange Traded Products für Edelmetalle weltweit im letzten Monat und einer ebenso rückläufigen spekulativen Positionierung in Futures ist es bisher aber noch nicht dazu gekommen. Dies lässt unseres Erachtens darauf schließen, dass die Vorteile von Gold als Schutz vor wirtschaftlichen Risiken derzeit unterbewertet werden – dies könnte sich in den kommenden Monaten jedoch korrigieren.
Positive Dynamik des US-Dollars nimmt Gold weiterhin seinen Glanz
06 Sep 2022Der US-Dollar hat seinen höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht: Zum 5. September befand sich der Dollar-Korb auf einem Stand von 110. Edelmetalle gehören zu den Rohstoffen, die am stärksten unter dem starken Dollar leiden. Gold, Silber und Platin mussten in den letzten Wochen hohe Verluste einstecken. Gleichzeitig erreichte der Euro gegenüber dem Dollar seinen niedrigsten Stand innerhalb von zwei Jahrzehnten, da Europa neben einer sich verschärfenden Energiekrise wohl auch einer Rezession entgegenblickt.
Pessimistische Stimmung bei Aktien hält an
06 Sep 2022Die Märkte verzeichnen seit der restriktiven Rede von Jerome Powell auf dem Symposium in Jackson Hole am 26. August weiterhin Verluste. Der CBOE Volatility Index ist deutlich angestiegen und hält sich in den letzten Tagen auf einem Niveau von über 25 Punkten, der höchste Stand seit Mitte Juli. Im S&P 500 Index haben Energieaktien im Laufe der letzten 30 Tage weiterhin eine deutlich positive Performance gezeigt, während Halbleiter-, Software- und Internetunternehmen zu den größten Verlierern zählen.
Powells Kommentare in Jackson Hole: Renditeanstieg bei US-Staatsanleihen, Dollar legt zu
02 Sep 2022Die restriktiven Kommentare des Vorsitzenden der US-Notenbank haben bei den Renditen von US-Staatsanleihen und dem Dollar für zusätzlichen Aufwärtsdruck gesorgt. Aufgrund von Erwartungen einer noch stärker abweichenden Geldpolitik zwischen der US-Notenbank (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) – also aggressivere Zinserhöhungen durch die Fed – gewinnt der Dollar gegenüber dem Euro an Boden. Gleichwohl wird der Ton der EZB zunehmend restriktiv, was die relative Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar in den kommenden Wochen etwas abmildern könnte.
Kommentare von Jerome Powell in Jackson Hole belasten die Aktienmärkte
02 Sep 2022Am Freitag, den 26. August, hielt der Vorsitzende der US-Notenbank Jerome Powell eine Rede, die aus Sicht der Märkte restriktiver ausfiel als erwartet. Powell legte nahe, dass die Zentralbank weiter „dranbleiben“ werde, bis die Arbeit getan sei. Dies lässt darauf schließen, dass die Zinsen zur Bekämpfung der Inflation weiter steigen und hoch bleiben werden, auch wenn das Risiko einer Rezession zunimmt. Auf den Aktienmärkten kam es unmittelbar nach Bekanntwerden dieser Bemerkungen zu einer negativen Reaktion.
Dollar weiterhin stark
26 Aug 2022Der US-Dollar hat in den letzten Tagen weiteren Boden gutgemacht. Auch die Renditen für US-Staatsanleihen sind gestiegen, da die Märkte weiterhin auf eine restriktive Politik der US-Notenbank eingestellt sind. Die Stärke des Dollars setzt viele Rohstoffe unter Druck, vor allem Gold und Silber. Der Euro ist zum ersten Mal seit 20 Jahren unter die Parität mit dem Dollar gefallen.
Wirtschaftsdaten und mögliche Reaktion der Fed setzen Aktien unter Druck
26 Aug 2022Der zusammengesetzte US-Einkaufsmanagerindex (EMI) erreichte im August 45 Punkte und verzeichnete damit im zweiten Monat in Folge einen Rückgang bei der Gesamtwirtschaftsaktivität für Dienstleistungen und das produzierende Gewerbe. Dadurch erhält die Risikostimmung im Vorfeld des Economic Policy Symposium der US-Notenbank in Jackson Hole (25.–27. August) einen Dämpfer. Wir geben jedoch zu bedenken, dass wenn die schwachen Wirtschaftsdaten die Fed dazu veranlassen, weniger restriktiv zu handeln, werden die Aktienmärkte dies voraussichtlich positiv aufnehmen.
Platin folgt in den Fußstapfen von Gold
19 Aug 2022Die aktuelle Erholung bei Platin erfolgte zeitgleich mit der von Gold, was die Korrelation unter den Edelmetallen hervorhebt. Gold reagiert wiederum auf den US-Dollar – ein schwacher Dollar liefert Unterstützung für Gold, ein starker Dollar sorgt bei Gold für Gegenwind. Platin könnte von einem verbesserten Autoabsatz noch zusätzlich profitieren. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 stetig gestiegen. Dies stützt die Nachfrage nach Platin, das in der Industrie primär in Katalysatoren für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor eingesetzt wird.
Erwartete Engpässe lassen Zinkpreise steigen
19 Aug 2022Trotz Gegenwind aufgrund von Rezessionsängsten haben sich die Zinkpreise seit der zweiten Julihälfte stark erholt. Die Produktion von Zink ist energieintensiv. Da Europa im kommenden Winter einem knappen Energiemarkt entgegensieht, wird erwartet, dass mehrere europäische Zinkhütten ihre Produktion zurückfahren werden. Die Terminkurve für Zink befindet sich in Backwardation (höhere Spotpreise als Terminpreise), was diese erwarteten Engpässe widerspiegelt.