Gute Erträge sorgen an der Wall Street für neue Hochs
29 Oct 2021US-Aktien erreichen neue Rekordhochs und können nach einem enttäuschenden September im Oktober mit starken Zuwächsen aufwarten. FactSet zufolge (Stand: 25. Oktober) haben Unternehmen im S&P 500 mit einer stärker internationalen Ausrichtung (d. h. mehr als 50 % des Umsatzes stammt aus Ländern außerhalb der USA) in der letzten Berichtssaison bisher sogar noch besser abgeschnitten als stärker auf den Binnenmarkt ausgerichtete Unternehmen (d. h. mehr als 50 % des Umsatzes stammt aus den USA). Unternehmen in der Energiebranche liefern weiterhin gute Ergebnisse, während Automobilhersteller, insbesondere Tesla, im letzten Monat zulegen konnten.
Renditen von US-Treasuries mit 10-jähriger Laufzeit steigen über 1,6 %
22 Oct 2021Die Renditen von US-Treasuries sind in den letzten Tagen stetig gestiegen. Das Papier mit 10-jähriger Laufzeit stieg zum ersten Mal seit Juni über 1,6 %. Der US-Dollarkorb ist leicht gesunken, nachdem er Anfang Oktober einen Höchststand von 94,5 Punkten erreicht hatte. In der Zwischenzeit ist auch die US-Inflation im September leicht auf 5,4 % gestiegen – ein Anstieg gegenüber den 5,3 % im August. Das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) im dritten Quartal, dessen Bekanntgabe am 28. Oktober erwartet wird, könnte sich im Hinblick auf die Risikostimmung als entscheidend erweisen und die Sorge um eine Stagflation (stagnierendes Wachstum bei steigender Inflation) mildern.
Gesetzespaket „Fit for 55“: Das EU-Emissionshandelssystem wird verschärft
22 Oct 2021Das Emissionshandelssystem (ETS) der Europäischen Union ist der europäische Markt für den Handel mit Emissionszertifikaten und die marktbasierte Lösung der EU für den Klimawandel. Schon heute bildet es den Mittelpunkt der EU-Strategie zur Begrenzung des Klimawandels. Im Juni 2021 verabschiedete die EU ein europäisches Klimaschutzgesetz, in dem das Ziel von Net-Zero-Treibhausgasemissionen bis 2050 in der EU festgelegt wurde. Das Gesetz beschließt ein Zwischenziel zur Reduzierung von Treibhausgasen um mindestens 55 % bis 2030 gegenüber dem Niveau von 1990. Bei dem Gesetzespaket „Fit for 55“ handelt es sich um eine Reihe von Gesetzesvorschlägen der Europäischen Kommission zur Erreichung dieses Reduktionsziels von 55 %. Ohne dieses Gesetzespaket erwartet die EU eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von lediglich 40 %. Im Juli 2021 bekannt gegeben, wird es in den gesetzgebenden EU-Institutionen – dem EU-Rat, der die nationalen Regierungen und das Europäische Parlament repräsentiert – zu intensiven und komplizierten Verhandlungen führen, die weit in das Jahr 2022 hineinreichen werden. Der endgültige Inhalt könnte auch durch die anstehenden internationalen Verhandlungen zum Klimawandel, COP 26, die im November in Glasgow stattfinden, beeinflusst werden.
Aluminium und Zinn trotzen Schwierigkeiten bei Industriemetallen
15 Oct 2021Der Industriemetallsektor steht derzeit aufgrund einer Aufwertung des Dollars und mäßiger Wirtschaftsdaten aus China unter Druck. Aluminium macht in der Branche eine Ausnahme – das Metall setzt seine bisher gute Entwicklung in diesem Jahr ungebrochen fort. Da China seit Anfang des Jahres seine Aluminiumproduktion zurückgefahren hat, um die durch seine kohleintensive Aluminiumindustrie verursachten Treibhausgasemissionen zu senken, befindet sich das Metall unter den Rohstoffen mit der besten Performance in diesem Jahr. Auf ähnliche Weise lassen sinkende Bestände und eine sich dauerhaft in Backwardation befindende Terminkurve bei Zinn darauf schließen, dass bei dem Metall eine Unterversorgung anhalten wird.
Gute Fundamentaldaten lassen Baumwollpreise steigen
15 Oct 2021Die Preise für Baumwolle erreichten Anfang Oktober ein 10-Jahres-Hoch. Hinter dem Preisanstieg stehen ungünstige Wetterereignisse in den Hauptanbaugebieten der USA sowie eine hohe Nachfrage aus China. Dazu kommen steigende Rohölpreise, durch die Synthetikfasern teurer werden als Baumwolle. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) schätzt das weltweite Defizit im Erntejahr 2021/22 auf 4,6 Mio. Ballen, nachdem es im Jahr zuvor zu einem Defizit von mehr als 7 Mio. Ballen gekommen war. Die Nachfrage hat sich nun von ihrem pandemiebedingten Einbruch von 2019/20 erholt und es wird erwartet, dass sie das Niveau vor der Krise in diesem Jahr übersteigen wird.
Höhere Renditen belasten die Goldpreise
08 Oct 2021Gold legte gegen Ende August etwas zu, erlitt im Laufe des Septembers jedoch wieder Verluste. Trotz einer hartnäckig hohen Inflation in großen Volkswirtschaften, wie den USA, der Eurozone und Großbritannien, tut sich Gold dieses Jahr schwer beim Aufbau einer positiven Dynamik. Dies ist wahrscheinlich auf eine Kombination aus zwei Faktoren zurückzuführen. Erstens haben sich die Inflationserwartungen seit Anfang Juni größtenteils seitwärts bewegt (wie die 10-jährigen Breakeven-Inflationsraten zeigen). Dies lässt darauf schließen, dass die Märkte den Gedanken einer längerfristig hohen Inflation noch nicht verinnerlicht haben. Hält sich die Inflation in den kommenden Monaten auf einem erhöhten Niveau, könnten sich die Investoren zunehmend nach einem Inflationsschutz umsehen. Zweitens gibt es für Gold noch keine Unterstützung durch eine steigende Inflation, das Metall erhält aber Gegenwind durch steigende Renditen und eine Aufwertung des Dollars.
Verluste bei Palladium und Platin durch Probleme in der Autoindustrie
08 Oct 2021Platin und Palladium erhalten aktuell Gegenwind, der sich sowohl aus Nachfrage- als auch aus Angebotsfaktoren ergibt. Das Angebot aus Südafrika hat begonnen, sich nach einer COVID-bedingten Unterbrechung im vergangenen Jahr zu erholen. Andererseits kommt es in der Automobilindustrie – dem größten Abnehmer der beiden Metalle – weiterhin zu Problemen aufgrund von Engpässen bei Halbleiterchips, die möglicherweise bis ins nächste Jahr andauern könnten. Die beiden Metalle können sich auch nur schwer von ihrer Korrelation mit Gold lösen, das weiterhin unter dem Druck steigender Renditen steht. Investoren, die über die aktuellen Probleme in der Automobilindustrie hinaus planen, könnten den Preisverfall als attraktiven Einstiegspunkt für Palladium und Platin betrachten.
Ölpreise übersteigen 80 USD/Barrel
01 Oct 2021Die Preise im Energiesektor steigen und die Rohölpreise werden nahe ihres Höchststands der letzten drei Jahre gehandelt. Die Preise für Rohöl der Sorte Brent überstieg am 28. September 80 USD/Barrel, während Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) knapp unter 76 USD/Barrel gehandelt wurde.
Weitere Aufwertung des Dollars lässt Treasury-Renditen steigen
01 Oct 2021Seit der letzten Sitzung des Federal Open Market Committees am 21. und 22. September stehen die Renditen von US-Treasuries mit 10-jähriger Laufzeit unter Aufwärtsdruck, da erwartet wird, dass die US-Notenbank gegen Ende dieses Jahres ihr Anleihenkaufprogramm zurückfahren wird und nächstes Jahr möglicherweise eine Zinserhöhung ansteht. Gleichzeitig hat der Dollarkorb seinen höchsten Stand seit November letzten Jahres erreicht.
US-Dollar wertet auf, Staatsanleihen stabil
24 Sep 2021Nach einem leichten Rücksetzer zu Monatsbeginn hat der US-Dollar im September aufgewertet. Der U.S. Dollar Index (USDX), der das Verhältnis von sechs Währungen im Vergleich zum US-Dollar darstellt, liegt aktuell über 93 Punkten. Anfang Juni hatte er noch unter 90 Zählern gelegen. Indes blieben die Renditen von US-Staatsanleihen trotz der jüngsten Nervosität an den Aktienmärkten weitgehend stabil.