Ölmärkte reagieren mit Volatilität auf aktuelle Entwicklungen
11 Feb 2022Die Ölpreise haben sich am 8. Februar leicht von ihren 7-jährigen Hochs zurückgezogen, da die Märkte damit begonnen haben, die Auswirkungen eines zusätzlichen Angebots aus dem Iran einzupreisen, falls die Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden sollten. Verlaufen die Gespräche mit dem Land positiv, könnte der Iran kurzfristig weitere zwei Millionen Barrel pro Tag liefern und damit die Sorge um Versorgungsengpässe mildern. Unterdessen entfaltet sich die Situation zwischen Russland und der Ukraine weiter. Die Märkte preisen derzeit eine geopolitische Risikoprämie in die Ölpreise ein. Sollten sich die Spannungen legen, könnten sich auch die Preise in den kommenden Wochen abkühlen. Doch zurzeit können unsichere Variablen die Ölpreise sowohl zu einem Anstieg als auch zu einem Sinken veranlassen.
Geopolitische Risiken lassen Palladiumkurse steigen
04 Feb 2022Wir haben vor Kurzem auf den verbesserten Ausblick für Platin und Palladium hingewiesen, da sich die Knappheit bei Halbleitern in der Automobilindustrie in diesem Jahr entspannt. Als wir diese Auffassung im Januar teilten, legten wir dar, dass die Märkte diesen verbesserten Ausblick noch nicht eingepreist hatten. Der Kurs von Palladium ist seitdem deutlich angestiegen, was allerdings hauptsächlich auf einen anderen Grund zurückzuführen ist. Die Märkte haben eine geopolitische Risikoprämie für mehrere in Russland hergestellte Rohstoffe eingepreist, d. h. die Märkte erwarten Angebotsstörungen, falls es zu einer Eskalation der geopolitischen Spannungen kommen sollte. Russland hatte 2021 einen Anteil von rund 36 % am gesamten Palladiumabbau (laut Metals Focus). Deshalb ist Palladium unter den Rohstoffen, die von den geopolitischen Spannungen am stärksten betroffen sind. Die Volatilität in der Anlageklasse könnte im Zuge der weiteren Entwicklung der Ereignisse in diesem Zusammenhang in den kommenden Wochen zunehmen.
US-Technologiewerte zeigen Anzeichen auf eine Erholung
04 Feb 2022Der technologielastige NASDAQ 100 fiel im Januar auf seinen niedrigsten Stand seit Juni letzten Jahres, da bei Wachstumsaktien mehrere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank in diesem Jahr eingepreist wurden. Der Fokus richtet sich nun auf die Ergebnisse von US-Unternehmen im ersten Quartal. FactSet berichtete am 28. Januar 2022: „Zu diesem Zeitpunkt übertreffen überdurchschnittlich viele Unternehmen die Schätzungen für den Gewinn je Aktie, sie übertreffen die Schätzungen jedoch um eine unterdurchschnittliche Marge.“ Erzielt der Technologiesektor gute Ergebnisse im ersten Quartal, könnte dies die Risikostimmung heben, vor allem, da viele Investoren die Verluste vom Januar als attraktive Kaufchance werten könnten.
Nickel und Aluminium entwickeln sich zu Beginn des Jahres stark positiv
21 Jan 2022Nickel hat das neue Jahr auf einem soliden Fundament begonnen und befand sich im Laufe des letzten Monats unter den Rohstoffen mit der besten Performance. Das Angebot von Nickel, einem wichtigen Batteriemetall, bleibt weiterhin knapp, was sich in seiner in Backwardation befindlichen Terminkurve sowie in den sinkenden Lagerbeständen an den Börsen zeigt. Auch Aluminium legte im letzten Monat deutlich zu. Die Aluminiumproduktion ist tendenziell sehr energieintensiv, weshalb viele Aluminiumhütten, sowohl in China als auch in Europa, ihre Produktion aufgrund der weltweit steigenden Energiepreise zurückgefahren haben. Dies hat die Knappheit noch verschärft, die entstand, als China letztes Jahr die Initiative zur Entkarbonisierung seiner kohleintensiven Aluminiumindustrie anstieß.
Anhaltende Angebotsknappheit treibt Zinn auf Rekordhoch
21 Jan 2022Von allen Rohstoffen zeichnet sich Zinn seit Beginn der Pandemie etwa im März 2020 durch eine herausragende Performance aus. Ausgelöst wurde der Kursanstieg durch COVID-bedingte Angebotsengpässe in mehreren Ländern, die Zinn produzieren. Die anhaltenden Probleme in der weltweiten Schifffahrt setzen das Angebot des Metalls weiterhin unter Druck. Die Terminkurve von Zinn bleibt in Backwardation, was die Erwartung des Markts hervorhebt, dass sich die Knappheit des Zinnangebots noch Monate halten wird. Zinn konnte in den letzten Monaten eine positive Dynamik aufbauen und begann das neue Jahr mit einem Allzeithoch.
Dollar stabil, Treasury-Renditen steigen
14 Jan 2022Vor der Pandemie bekam der US-Dollar Gegenwind aus Richtung des US-Zwillingsdefizits (eine Kombination aus Leistungsbilanzdefizit und Haushaltsdefizit). Das Schicksal des Dollars nahm mit der Pandemie eine positive Wendung, da die Nachfrage nach der Währung als sichere Anlage unter turbulenten Markt- und Wirtschaftsbedingungen zunahm. Anfang Januar 2022 konnte der US-Dollar jedoch nicht mit dem steilen Anstieg der US-Treasury-Renditen mithalten. Da die Nachfrage nach dem Dollar als sichere Anlage nachlässt, ist es möglich, dass der Druck, den das Zwillingsdefizit auf die Währung ausübt, wieder stärker in den Vordergrund rückt. Die Kursschwankungen im Januar könnten dafür ein Anzeichen sein.
Stimmung sorgt für Anstieg der Ölpreise
14 Jan 2022Sowohl die Benchmark für die Rohölsorte Brent als auch die für West Texas Intermediate (WTI) haben ihre positive Dynamik vom Dezember auch im Januar fortgesetzt. Es scheint, dass die Ölmärkte positiv auf die Erklärung des Vorstands der US-Notenbank Powell reagieren, dass die Omicron-Variante die Erholung der US-Wirtschaft nicht dauerhaft beeinträchtigen wird. Zurzeit scheint die Stimmung für die gute Entwicklung der Ölpreise verantwortlich zu sein. Die Fundamentaldaten machen hingegen einen ausgeglichenen Eindruck, da die US-Produktion 2022 im Zuge einer erwarteten Erhöhung der Nachfrage ansteigen soll. Die US-amerikanische Energy Information Adminstration (EIA) erwartet, dass es auf den internationalen Ölmärkten dieses Jahr zu einem Überangebot kommen wird.
Oktober – für Industriemetalle ein zweigeteilter Monat
05 Nov 2021Der Oktober war für Industriemetalle ein zweigeteilter Monat. Die Branche verzeichnete in der ersten Monatshälfte deutliche Zugewinne, verlor in der zweiten Monatshälfte jedoch an Boden. Bei Zink war die Volatilität besonders hoch. Die Preise stiegen stark an, als der europäische Hersteller Nyrstar am 13. Oktober bekannt gab, dass er seine Zinkproduktion aufgrund stark gestiegener Energiepreise in drei europäischen Schmelzereien um 50 % senken werde. Dadurch erhöhte sich angesichts der Produktionskürzungen in China die Sorge um einen bereits angespannten Zinkmarkt.
Dennoch kam es in der zweiten Hälfte des Monats bei Industriemetallen zu Verlusten, da China Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise ergriff. Berichten von Bloomberg zufolge wird erwartet, dass China die Preise für Kraftwerkskohle bis Mai nächsten Jahres deckeln wird. Die Märkte erwarten, dass sich die kurzfristig äußerst angespannte Lage bei Industriemetallen dadurch etwas geben wird. Trotzdem bleibt die Produktion den Erwartungen zufolge bei einer gleichzeitig steigenden Nachfrage eingeschränkt. Dies dürfte die Branche weiter anheizen.
Dynamik an der Wall Street weiterhin positiv – Analysen erwarten moderate Ertragssteigerungen im vierten Quartal
05 Nov 2021Laut FactSet haben die Analysten ihre Ergebnisschätzungen für Unternehmen im S&P 500 für das vierte Quartal um 0,9 % erhöht – die niedrigste Erhöhung innerhalb von sechs Quartalen. In der Zwischenzeit konnten US-Aktien ihre positive Dynamik Anfang November beibehalten. Sowohl der S&P 500 Index als auch der NASDAQ Composite Index erreichten neue Hochs. Im S&P 500 Index haben im letzten Monat Aktien im Bereich Nicht-Basiskonsumgüter die Führung unter den Branchen übernommen und Automobilunternehmen wie Tesla und Ford haben die Performance maßgeblich beeinflusst.
US-Ölpreise so hoch wie seit 7 Jahren nicht mehr
29 Oct 2021Die Preise für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) durchbrach am Montag, den 25. Oktober kurzzeitig 85 USD/Barrel – der höchste Stand seit 7 Jahren. Die Ölpreise erhalten weiterhin Unterstützung durch eine steigende weltweite Nachfrage und die breitere Krise auf den Energiemärkten. Am 4. November wird ein Treffen der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (OPEC) erwartet. Wenn die Gruppe entscheidet, das Angebot im Verhältnis zu den geplanten Erhöhung von aktuell 400.000 Barrel pro Monat zu erhöhen, könnte dies zu einer Abmilderung der Preise führen.