Bei Dollar und Gold werden geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank abgewartet
26 Aug 2021Im Laufe der letzten Tage hat der US-Dollar einen Teil seiner positiven Dynamik eingebüßt, die noch Anfang August zu beobachten war, da die Investoren den Gipfel in Jackson Hole abwarten. Die jährliche Inflation in den USA ergab im Juli 5,4 % – dasselbe erhöhte Niveau wie bereits im Juni. Die Arbeitslosigkeit war im Juni von 5,9 % auf ebenfalls 5,4 % rückläufig. Diese Datenpunkte werden voraussichtlich die Entscheidungsfindung der US-Notenbank beeinflussen, wenn sie im September zu ihrer nächsten Sitzung zusammentritt. Der geldpolitische Kurs der Zentralbank wird sich aller Voraussicht nach direkt auf Gold und den Dollar auswirken.
Wachstumswerte schließen zu Substanzwerten auf
13 Aug 2021Die Performance seit Jahresbeginn zeigt, dass Wachstumsaktien die Lücke zu Substanzaktien im Juli geschlossen haben, die sich im ersten Quartal zwischen den beiden Faktoren aufgetan hatte. Günstige Wirtschaftsdaten, vielversprechende Ergebnisse im zweiten Quartal, eine stetige Erleichterung der COVID-Maßnahmen in vielen Teilen der Welt und Anzeichen für eine aufgestaute Nachfrage bei Unternehmen und Verbrauchern bieten Aktien bei allen Faktoren und in allen Branchen breite Unterstützung. Dies stützt die These, dass Wachstum und Substanz vor einem für Aktien günstigen makroökonomischen Hintergrund nebeneinander bestehen können.
August bringt Erholung für Treasury-Renditen
13 Aug 2021Die Renditen von US-Treasuries mit 10-jähriger Laufzeit haben sich von unter 1,2 % Anfang August auf 1,36 % erholt (Stand: 11. August 2021). Dieses Niveau liegt immer noch deutlich unterhalb des letzten Hochs von über 1,7 % Ende März. Ein guter US-Arbeitsmarktbericht für Juli wird voraussichtlich die Entscheidungsfindung der US-Notenbank beeinflussten, wenn sie im September zu ihrer nächsten Sitzung zusammentritt. Bis dahin werden der Zentralbank auch die Inflationszahlen für Juli und August vorliegen. Diese könnten, falls sie erneut hoch ausfallen, die aktuelle Haltung der Fed, dass die Inflation von vorübergehender Natur sei, infrage stellen.
Ölpreise weiter volatil
13 Aug 2021Die Ölpreise befinden sich in einem ständigen Tauziehen zwischen sich kurzfristig verbessernden Nachfrageaussichten und einem mittelfristig erhöhten Angebotsdruck. Da die Reisebeschränkungen in vielen Teile der Welt abnehmen und die Risikostimmung steigt, verbessern sich weiterhin die Nachfrageaussichten und es wird zunehmend über eine Nutzung vorhandener Bestände berichtet. Andererseits haben die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Partner (OPEC+) ihre Absicht kundgetan, das Angebot bis Ende nächsten Jahres schrittweise auf das Niveau von vor der Pandemie zurückzubringen. Aller Voraussicht nach werden die Ölpreise in der Zwischenzeit weiterhin auf die Dynamik zwischen Angebot und Nachfrage reagieren.
US-Dollar legt zu – doch wie viel Spielraum besteht noch?
06 Aug 2021Nach einer deutlichen Aufwertung im Juni gab der US-Dollar gegen Ende Juli leicht nach. In den vergangenen Monaten hatten Befürchtungen, dass die konjunkturelle Erholung von der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus ausgebremst werden könnte, zu einer Umschichtung in defensive Anlagen wie US-Staatsanleihen und den US-Dollar beigetragen. Zu beobachten ist jedoch auch, dass Zeiträume mit einem starken Anstieg des US-Haushalts- und Leistungsbilanzdefizits üblicherweise von Perioden mit einer Abwertung des US-Dollar abgelöst werden. Diese strukturellen Kräfte befinden sich aber noch in der Frühphase, sodass der US-Dollar in den kommenden Monaten möglicherweise erneut auf seinen im Jahr 2020 begonnenen Abwärtspfad einschwenken könnte.
Wetterextreme in Brasilien – Aussichten für Kaffeeangebot gedämpft
06 Aug 2021Brasilien ist der weltweit größte Kaffeeproduzent und -exporteur. Die dort im bisherigen Jahresverlauf herrschenden extremen Witterungsbedingungen haben den Kaffeepreis in die Höhe getrieben. In diesem Jahr kam es im Land bereits zur größten Dürre seit fast einem Jahrhundert; in der Folge trübten sich die Aussichten für das Niedrigerntejahr 2021/22 weiter ein. Die zu Jahresbeginn herrschende extreme Trockenheit wurde dann von extremer Kälte abgelöst – laut Rural Clima die niedrigsten Temperaturen seit 1994. Dadurch kam es auf Großplantagen in dem im Südosten des Landes gelegenen Bundesstaat Minas Gerais zu frostbedingten Ernteschäden. Aus diesem Anbaugebiet stammen 70 % der brasilianischen Arabica-Bohnen. Aufgrund des Extremwetters wurden die Prognosen für den Ernteertrag bereits nach unten angepasst.
Zinn im Höhenflug – Preis klettert auf neues Allzeithoch
06 Aug 2021Der Zinnpreis ist über das bisherige Rekordniveau des Jahres 2011 hinaus gestiegen. Er profitiert dabei auch von der aktuellen Knappheit, denn die Anleger haben in den Zinnmarkt eine kurzfristige Verknappung eingepreist. Ausschlaggebend hierfür waren Stromausfälle in China und Betriebsstörungen in anderen wichtigen Bergbauländern wie Myanmar, Indonesien, Malaysia und Ruanda. Die Nachfrage nach dem Metall wird kurzfristig von einem zyklischen Aufschwung in der Elektronikbranche und langfristig vom Wachstum weiter an Bedeutung gewinnender Technologien wie den erneuerbaren Energien und 5G gestützt.
Günstige Aussichten – Kupferpreis zieht erneut an
30 Jul 2021Laut Statistik der International Copper Study Group bestand im Zeitraum von Januar bis April 2021 an den Kupfermärkten ein Überangebot von knapp 70.000 t. Zwar liegt dieses Niveau niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Sollte sich dieser Trend jedoch fortsetzen, könnte über das gesamte Jahr 2021 mit einem Überangebot an Kupfer zu rechnen sein – im Gegensatz zu der im gesamten Verlauf des Jahres 2020 registrierten deutlichen Verknappung. Aus unserer Sicht dürfte die wachsende Zahl an genehmigten Infrastrukturprojekten die Kupfernachfrage allerdings steigen lassen. In Verbindung mit den für einige bedeutende Bergbauländer (wie Chile) bestehenden Lieferhemmnissen könnte dies am Markt also erneut zu einem Angebotsdefizit führen. Die von der chilenischen Regierung vorgeschlagene Einführung einer Förderabgabe für Betreiber von Kupferminen dürfte einer Ausweitung des Bergbaus jedenfalls eher entgegenstehen.
Quellen: WisdomTree, Bloomberg. Daten per 28.07.2021
US-Dollar wertet auf – doch wie viel Spielraum besteht noch?
30 Jul 2021The market has interpreted the Federal Reserve (Fed) to be somewhat more hawkish lately than other central banks, widening the expected interest rate differentials between the US and other countries, thus providing upward dollar pressure. However, we observe that periods of strong increases in the US budget deficit and current account deficit are usually followed by periods of dollar depreciation. This structural force is only in its early phases and so we could see the dollar resume is depreciation path is started in 2020 in coming months.
Starke Ergebnisse im 2. Quartal – US-Aktien im Aufwind
30 Jul 2021Der S&P 500 setzte im Juli seinen Höhenflug fort, denn die starken Ergebnisse des 2. Quartals verliehen der Rallye weitere Impulse. Der am 26. Juli 2021 veröffentlichten Statistik von FactSet zufolge lag die kombinierte Nettogewinnmarge (die die Ist-Zahlen der Unternehmen, die bereits Ergebnisse veröffentlicht haben, mit den Schätzungen für Unternehmen verknüpft, deren Berichte noch ausstehen) für den S&P 500 im 2. Quartal 2021 bei 12,4 % – und damit sowohl höher als im Vorjahreszeitraum als auch über der durchschnittlichen Fünfjahres-Nettogewinnmarge (10,8 %).