Evergrande-Schockwellen an globalen Aktienmärkten spürbar
24 Sep 2021An den globalen Aktienmärkten waren die Probleme, vor denen Evergrande und der chinesische Immobiliensektor stehen, deutlich spürbar – mit dem Risiko einer Ansteckung und aufkommender Turbulenzen. Am 20. September stieg der CBOE Volatility Index (VIX) über 25 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai.
Angebotssituation lässt Aluminiumpreise weiter steigen
16 Sep 2021Aluminium verzeichnet auch im September aufgrund von Angebotsproblemen weiterhin Kursgewinne und baut seine positive Dynamik weiter aus. Da China bei seiner kohleintensiven Aluminiumproduktion härter durchgreift, wird erwartet, dass das Angebot möglicherweise noch jahrelang angespannt bleiben wird. Die Terminkurve von Aluminium befindet sich nun bis 2025 in Backwardation. Dies spiegelt wider, dass sich die Marktteilnehmer dieser angespannten Lage bewusst sind.
Inflation in Großbritannien so hoch wie seit neun Jahren nicht mehr
16 Sep 2021Die jährliche Inflation des Verbraucherpreisindex (VPI) ist in Großbritannien im August stark auf 3,2 % angestiegen – im Juli betrug sie noch 2 %. Die Freizeitbranche, die Transportbranche und das Hotel- und Gaststättengewerbe waren unter den Sektoren, die den größten Beitrag zu diesem Anstieg leisteten, da das Land die Beschränkungen im Hinblick auf die Mobilität im Inland wie auch international gelockert hat. Die Bank of England hat bereits ihren Wunsch auf eine Reduzierung ihrer Bilanz zum Ausdruck gebracht. Die Maßnahmen der US-Notenbank werden voraussichtlich jedoch als Vorlage dazu dienen, da die USA in Bezug auf die Inflation einen deutlichen Vorsprung haben.
Jährliche US-Inflationsrate mit 5,3 % auch im August hoch
16 Sep 2021Die jährliche Inflation des Verbraucherpreisindex (VPI) ist in den USA im Vergleich zu den 5,4 % im Juli im August leicht auf 5,3 % gesunken. Es wird erwartet, dass das Federal Open Market Committee (FOMC) am 21. und 22. September zur Diskussion der Geldpolitik zusammentritt. Es ist möglich, dass sich daraus eine weitere Orientierungshilfe dahingehend ergibt, wann die Zentralbank mit dem Zurückfahren ihrer Anleihenkäufe beginnen könnte. Eine drastische Änderung der Geldpolitik ist jedoch unwahrscheinlich, da der Fokus der Zentralbank weiterhin auf maximaler Beschäftigung liegt.
Hurrikan Ida: Kohlenstoffpreise steigen weiter
10 Sep 2021Kohlenstoff in Form von Emissionszertifikaten der Europäischen Union profitiert von der Kursrallye auf dem europäischen Gasmarkt und verzeichnet deshalb in letzter Zeit hohe Gewinne. Die umfassenden, von Hurrikan Ida in den USA verursachten Schäden führen zur Sorge um ein reduziertes Angebot von Flüssigerdgas (LNG) für Europa. Die Angebotssituation auf dem Gasmarkt ist bereits angespannt und könnte sich aufgrund des durch Hurrikan Ida angerichteten Schadens weiter verschärfen. Höhere Gaspreise machen eine Umstellung auf durch Kohlekraftwerke erzeugte Elektrizität (emissionsintensiv) notwendig, wodurch die Nachfrage nach Emissionszertifikaten steigen dürfte. Zusätzlich verleiht auch das Versteigerungsangebot, das zu dieser Zeit des Jahres tendenziell niedrig ausfällt, den Kohlenstoffpreisen Rückenwind.
Baumwolle wird nahe eines 7-Jahres-Hochs gehandelt
10 Sep 2021Die Baumwollpreise befinden sich knapp unter einem 7-Jahres-Hoch. Die unerwartete Abwärtskorrektur der Schätzungen für die US-Baumwollernte durch das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) sowie die Aussicht auf Tropenstürme auf wichtigen US-Baumwollplantagen sorgen für einen Anstieg der Baumwollpreise. Die Auswirkungen der niedrigeren US-Ernte spiegeln sich in den weltweiten Zahlen wider. Das USDA erwartet, dass sich die weltweite Baumwollernte auf insgesamt 118,8 Mio. Ballen belaufen wird. Dabei sollen die Endbestände auf 87,2 Mio. Ballen sinken, also 500.000 Ballen weniger als die bisherige Prognose. Gleichzeitig ist der weltweite Verbrauch 2020/21 mit 119 Mio. Ballen stark angestiegen, wie im vergangenen Monat gemeldet wurde. Dabei handelt es sich um einen starken Anstieg gegenüber den bisherigen Schätzungen von 102,8 Mio. Ballen während der Pandemie.
Defiziterwartungen schüren die Kursgewinne bei Zucker
10 Sep 2021Die Zuckerpreise steigen aufgrund der Aussichten auf eine niedrigere Zuckerproduktion in Brasilien. Nach einer extremen Dürre zu Beginn des Jahres, gefolgt von extremem Frost in der zentral-südlich gelegenen Anbauregion im Juli wurde die Zuckerrohrmenge für 2021/22 vom brasilianischen Verband der Zuckerrohrindustrie (Unica) nach unten korrigiert. Unica schätzt die Zuckerrohrmenge nun auf nur 530 Mio. Tonnen, gegenüber den 605 Mio. Tonnen im letzten Jahr. Dazu kommt, dass der weltweit zweitgrößte Zuckerproduzent Indien angesichts der hohen Zuckerpreise ab der neuen Saison, die im Oktober beginnt, die Streichung seiner Zuckerexportsubventionen in Betracht zieht. Die fehlenden Anreize für die nächste Saison könnten die Zuckerexporte aus Indien belasten. Die Internationale Zucker-Organisation erhöhte ihre Zuckerdefiziteinschätzung für die Saison 2021/22 von der bisherigen Defizitprognose von 2,65 Mio. Tonnen auf 3,83 Mio. Tonnen. Die weltweite Produktion wird den Erwartungen zufolge gegenüber dem Vorjahr minimal um 0,2 % auf 170 Mio. Tonnen steigen. Hingegen wird erwartet, dass der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2021/22 um 1,6 % auf 174,5 Mio. Tonnen steigen wird.
Europäische Aktien legen aufgrund guter Ergebnisse im zweiten Quartal zu
03 Sep 2021Mit Stand zum 27. August haben 85 % der Unternehmen im Stoxx Europe 600 ihre Ergebnisse veröffentlicht. Das gemeldete Gewinnwachstum von 248 % übertraf die Schätzungen von 155 % (Quelle: FactSet). Da die Ergebnisse im vierten Quartal rückläufig waren, während die Ergebnisse im S&P 500 leicht zulegten, starteten europäische Aktien von einem niedrigeren Niveau aus. Es handelt sich hierbei jedoch trotzdem um ein sehr positives Zeichen dafür, dass eine aufgestaute Nachfrage Europa einen Weg aus der Pandemie weist. Nach Branchen schnitt die Industrie am besten ab, es kam im zweiten Quartal aber in allen Branchen zu einem Gewinnwachstum.
Märkte nehmen Jay Powells Rede in Jackson Hole größtenteils als friedfertig auf
03 Sep 2021Daraus ergeben sich drei Konsequenzen. Erstens: Es kann sein, dass sich die allgemeine Rallye –wenn sowohl Aktien als auch Anleihen gleichzeitig Gewinne verzeichnen – kurzfristig fortsetzen wird. Zweitens: Die US-Notenbank (Fed) sitzt die Situation aus, indem sie den Märkten keine klaren Leitlinien bezüglich der künftigen Geldpolitik an die Hand gibt. Dadurch entsteht das Risiko, dass die Marktvolatilität aufgrund der Geldpolitik hinausgezögert wird. Es könnte sich als vorteilhaft erweisen, robuste Kernengagements wie Qualität zu halten. Drittens: Da sich die Fed nun auf die Maximierung der Beschäftigung konzentriert, scheint die Zentralbank es mit einer Senkung der Inflation nicht allzu eilig zu haben. Die Investoren sollten möglicherweise abwägen, wie sie ihre Portfolios derzeit vor Inflation schützen.
Aluminium übernimmt durch weiterhin gute Fundamentaldaten die Führung
26 Aug 2021Aufgrund einer Kombination aus sich verbessernden Nachfrageprognosen aus China, das rund 60 % des weltweiten Reinstaluminiums verbraucht (Citi Research), und einer Angebotsverknappung lässt Aluminium in diesem Jahr andere Industriemetalle hinter sich. Dazu kommt, dass China, gleichzeitig auch der größte Produzent von Reinstaluminium, strengere Umweltbeschränkungen für mit Kohle betriebene Aluminiumhütten verhängt hat. Während die Hersteller sich an diese Beschränkungen anpassen und auf sauberere Energiequellen umsteigen, könnte das Aluminiumangebot noch jahrelang knapp bleiben. Mit Stand zum 24. August befindet sich der Aluminiumkurs seit Jahresbeginn um fast 32 % im Plus. Im Vergleich dazu ging der Bloomberg Industrial Metals Subindex (enthält auch Kupfer, Nickel und Zink) nur um knapp 20 % nach oben.