Öl entwickelt sich parallel zu Risikoaktiva, da das Abkommen der OPEC+ wenig zu einer Preissteigerung beiträgt
23 Jul 2021Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Partner (OPEC+) haben sich auf eine Erhöhung des Ölangebots um 0,4 Millionen Barrel pro Tag geeinigt. Diese Erhöhung erfolgt monatlich von August bis Dezember, wodurch das Angebot bis Ende des Jahres um insgesamt 2 Millionen Barrel pro Tag steigen wird. Bereits umgesetzte Produktionskürzungen von rund 3,8 Millionen Barrel pro Tag werden bis September 2022 stufenweise abgebaut. Dies wurde erwartet und von den Märkten bereits eingepreist, bevor es in der letzten Gesprächsrunde Anfang Juli zu einer Pattsituation gekommen war. Wichtiger und vielleicht auch wenig überraschend ist jedoch, dass den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), dem Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und Russland zur Berechnung ihrer Produktionskürzungen aufgrund der Pandemie eine höhere „Basis“ gewährt wurde. Anders ausgedrückt: Diesen Ländern wurden höhere Angebotskontingente zugesprochen, um sie für die Investitionen zu belohnen, die sie in die Ausweitung ihrer Kapazität gesteckt haben. Dieses Abkommen beseitigt vorerst den Konflikt innerhalb der Gruppe und erhöht die Aussichten auf zusätzliche 1,6 Millionen Barrel pro Tag, die aufgrund der erhöhten Kontingente letztendlich in den Markt fließen werden.
US-Aktien bauen ihren Vorsprung gegenüber Schwellenländern aus
23 Jul 2021Anfang des Jahres verzeichneten Value-Aktien hohe Gewinne, doch Wachstumsaktien begannen im zweiten Quartal des Jahres aufzuschließen. Die Erholung beim Wachstum hat in den Schwellenländern noch nicht gegriffen. Diese Länder leiden immer noch unter der Sorge um die Delta-Variante und die in den letzten Wochen allgemein stagnierende Performance chinesischer Aktien. US-Aktien haben ihren Vorsprung gegenüber den Schwellenländern (und den meisten Industrienationen) hingegen ausgebaut. Die Branchen Informationstechnologie und Nicht-Basiskonsumgüter schnitten im S&P 500 Index im Laufe des vergangenen Monats am besten ab.
Keine Anzeichen auf einen Anstieg der US-Treasury-Renditen – defensive Anlagen werden weiterhin nachgefragt
23 Jul 2021Die Delta-Variante, Sorgen um das weltweite Wirtschaftswachstum und eine weiterhin friedfertige US-Notenbank sind wichtige Faktoren, die einen Anstieg der Renditen von US-Treasuries verhindern. Am 19. Juli fielen die Rendite von US-Treasuries mit 10-jähriger Laufzeit zum ersten Mal seit Februar kurzzeitig unter 1,2 %. Die Renditen von US-Treasuries mit 10-jähriger Laufzeit betrugen zum jetzigen Zeitpunkt letzten Jahres rund 0,5 %, stiegen bis Ende März diesen Jahres auf rund 1,75 % und waren daraufhin erneut rückläufig.
Steigende Inflation verleiht Gold Dynamik
16 Jul 2021Die Zuwächse bei Gold in den letzten Wochen sind auf drei Faktoren zurückzuführen: 1. Die stark negative Reaktion von Gold auf die Sitzung der US-Notenbank (Fed) im vergangenen Monat bot vielen Investoren einen attraktiven Einstiegspunkt. 2. Die steigenden Inflationszahlen großer Volkswirtschaften weltweit verleihen dem Schutz vor Inflation zusätzliche Bedeutung. 3. Defensive Anlageklassen, wie Treasuries, US-Dollar und Gold, haben in den letzten Wochen von den Sorgen um das Wachstum profitiert. Aufgrund dessen hat sich die spekulative Positionierung in Gold-Futures im Juli erholt.
Wachstumsaktien überholen Substanzaktien weltweit
16 Jul 2021Im Monat vom 15. Juni bis 14. Juli schnitt der MSCI World Growth Index um fast 6 % besser ab als der MSCI World Value Index. Dies steht in krassem Gegensatz zu den ersten fünf Monaten des Jahres, in denen Substanz deutlich besser abschnitt als Wachstum. Geografisch zeigt sich diese Rallye bei Wachstumswerten in der starken Performance von US-Aktien, Schwellenländer bleiben aber weiterhin zurück. Schwellenländeraktien haben durch ein relativ langsamer als erwartetes Wachstum in China, die Sorge um die Delta-Variante und einen stabilen US-Dollar mit Gegenwind zu kämpfen.
Renditen von US-Treasuries weiterhin unter Druck, da Sorge um Delta-Variante steigt
16 Jul 2021Das zunehmende Risiko der Delta-Variante belastet derzeit die weltweite wirtschaftliche Erholung und wird in die Renditen von US-Treasuries eingepreist. Die Renditen von US-Treasuries sind trotz der aktuellen US-Inflationsmessung nach dem Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vorjahr vom Juni von 5,4 % nach wie vor niedrig. Obwohl Aktien in den letzten Tagen nicht deutlich an Wert eingebüßt haben, drückt sich die Sorge um das Wachstum in Form von niedrigen US-Treasury-Renditen und einer Aufwertung des US-Dollars aus.
Rendite von US-Treasuries mit 10-jähriger Laufzeit fällt unter 1,3 %
09 Jul 2021Trotz der weit verbreiteten Sorge um eine steigende Inflation, sind die Renditen von US-Treasuries Anfang Juli zum ersten Mal seit Februar weiter auf unter 1,3 % gesunken (Stand: 7. Juli). Im Gegensatz dazu ist der US-Dollar relativ stabil, nachdem er im Juni eine Wertsteigerung verzeichnete. Mit Stand zum 7. Juli verzeichnet der US Dollar Index knapp 93 Punkte – Anfang Juni waren es noch knapp 90 Punkte (Quelle: Bloomberg).
Metallmärkte trotz Eingriff Chinas im Aufschwung
09 Jul 2021Der steile Anstieg der Rohstoffpreise schürt in China, dem weltweit größten Rohstoffkonsumenten, die Sorge, dass eine höhere Inflation an den Verbraucher weitergegeben wird. Dies war offensichtlich, als der chinesische Erzeugerpreisindex, der stark mit den Rohstoffpreisen korreliert ist, im Mai steil um 9 % auf den höchsten Stand seit 2018 anstieg. Die aktuellen Bemühungen Chinas, Rohstoffspekulationen abzumildern, hat die Rallye bei den Metallen zwar etwas abgekühlt, doch angesichts der Versuche im Jahr 2010 erwarten wir, dass dies aufgrund der weltweit entgegenkommenden Geldpolitik und den umfangreichen Konjunkturprogrammen in den USA von kurzfristiger Dauer sein wird. Weitere Einzelheiten dazu erfahren Sie hier.
Technologiewerte profitieren von sinkenden Treasury-Renditen
09 Jul 2021Die sinkenden Treasury-Renditen sprechen für die Erwartung der Märkte, dass die US-Notenbank ihre extrem entgegenkommende Geldpolitik stufenweise normalisieren wird. Der aktuelle Kompromiss der Biden-Regierung zu den vorgeschlagenen Infrastrukturplänen (eine Senkung des Budgets von 2,3 Billionen USD auf eine Billion USD) hat möglicherweise die Nerven derjenigen beruhigt, die sich um den inflationären Druck in den kommenden Monaten Sorgen machen. Technologiewerte haben davon in den letzten Tagen am meisten profitiert.
Potenzieller Angebotsengpass sorgt bei Aluminium für steigende Preise
02 Jul 2021Aufgrund der Nachrichten über einen potenziellen Exportzoll auf Aluminium, Nickel, Kupfer und Stahl in Russland haben Aluminium-Futures in der letzten Juniwoche stark zugelegt. Russland ist nach China der weltweit zweitgrößte Aluminiumproduzent und der Exportzoll bringt die Sorge mit sich, dass das Land ab August möglicherweise geringere Mengen des Metalls exportieren wird. Die Terminkurve von Aluminium hat sich zwischen September dieses Jahres und 2026 in eine ausgeprägte Backwardation-Situation gewandelt (Quelle: Bloomberg). Dies könnte bedeuten, dass es über einen längeren Zeitraum hinweg zu einer Versorgungsknappheit kommt.