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Auswirkungen der Zentralbankpolitik

Nach reiflicher Überlegung ... bleiben die Zinsen langfristig doch niedrig

31. Jan 2019
Kevin Flanagan, Head of Fixed Income Strategy


Innerhalb kurzer Zeit hat sich der Zinsausblick in der Eurozone auf recht offensichtliche Weise verändert. Gegen Ende des 3. Quartals 2018 schienen die Investoren ihre festverzinslichen Portfolios auf einen bevorstehenden Zinsanstieg bei den Anleihen vorzubereiten, doch nur drei bis vier Monate später sieht es danach aus, als würde sich die Positionierung doch eher in Richtung langfristig niedriger Zinsen orientieren.

 

Hierbei stellt sich natürlich die Frage: Was hat sich verändert? Kurz gesagt: der Ausblick auf die Wirtschaft und die Geldpolitik der Zentralbanken. Ich habe diese Möglichkeit in einem Blogartikel vom 10. Dezember 2018 zum ersten Mal angesprochen: „Die Zinsen steigen ... möglicherweise nicht so schnell“, als ein sich veränderndes wirtschaftliches Umfeld durchaus meine Aufmerksamkeit erregt hatte. Damals kam es zu enttäuschenden Daten aus den Einkaufsmanagerindices für die Eurozone und ernüchternden BIP-Zahlen, was die Frage nach den potenziellen Auswirkungen auf den Entscheidungsfindungsprozess der Europäische Zentralbank (EZB) aufwarf.

 

Abbildung 1: Renditeniveaus von 10-jährigen deutschen Bundesanleihen

 

Quelle: Bloomberg, Stand: 28. Januar 2018.

Die historische Performance ist kein Anhaltspunkt für die künftige Performance und jedes Investment kann im Wert sinken.

 

Jetzt, nur ungefähr einen Monat später, scheint es, als ob die Investoren in Festverzinsliche mehr Klarheit erlangt hätten. Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone war auch im Januar rückläufig und erreichte einen Stand von 50,7 Punkten. Dies ist nicht nur der tiefste Stand seit August 2013, sondern auch gefährlich nahe an der Marke von 50,0 Punkten, der Schwelle zwischen Abschwung und Aufschwung. Auch die aktuellen Daten zur Industrieproduktion fielen schwach aus, während die Umfrage der EZB zum Kreditgeschäft der Banken auf eine sinkende Kreditnachfrage sowohl durch Konsumenten als auch durch Unternehmen schließen ließ. Die Diskussion um einen Abschwung wird zudem durch einen im Januar rückläufigen Ifo-Geschäftsklimaindex geschürt. 

 

Zu diesem Zeitpunkt erwarten wir für die Eurozone im Jahr 2019 keine ausgewachsene Rezession, doch scheint eine sichtbare Abnahme des Wachstums in diesem Jahr in den Sterne zu stehen – die Schätzungen für das BIP liegen im Bereich zwischen +1,0 % und +1,5 %. Selbstverständlich hat auch die EZB Zugriff auf diese Datenpunkte und scheint ähnliche Rückschlüsse gezogen zu haben. In der letzten geldpolitischen Sitzung räumte die EZB ein, dass das Wachstum wahrscheinlich „schwächer als bisher angenommen“ ausfallen wird. Obwohl die Entscheidungsträger ihre Handlungsempfehlung noch nicht offiziell geändert haben, scheint es immer klarer zu werden, dass es 2019 zu keinem Zinsanstieg kommen wird – dies spiegelt auch die Stimmungslage auf dem Futures-Markt wider. Vor diesem Hintergrund könnten wir uns vorstellen, dass sich die Rendite für 10-jährige deutsche Bundesanleihen in einem Bereich zwischen 0,30 % und 0,65 % bewegen wird. Interessanterweise liegt die Trendlinie, wenn man die vergangenen zwei Jahre betrachtet, knapp über 0,40 %, wie der obigen Graph zeigt.

 

Fazit

 

Angesichts dieses Ausblicks könnten Investoren in Festverzinsliche renditeoptimierte Strategien in Betracht ziehen, wir erwarten jedoch, dass sie sich dabei innerhalb eines bestimmten Rahmens bewegen werden, durch den die Risikoparameter insgesamt nicht erhöht werden.  

 

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