Bis auf Weiteres sind die politische Ungewissheiten und die Risiken für die Finanzmärkte in Europa vorüber. Eine von den Liberalen geführte Koalition der Mitte in den Niederlanden, die eng an der deutschen EU-Agenda orientiert ist sowie ein pro-europäischer französischer Präsident sorgen für die Beibehaltung des Status quo. Auch die im September in Deutschland stattfindenden Bundestagswahlen sollten angesichts der hervorragenden Umfragewerte für Angela Merkel und der an zweiter Stelle rangierenden Sozialdemokraten mit Spitzenkandidat Martin Schulz zu keiner anderen, überraschenden Entwicklung führen. In Italien dürften die Parlamentswahlen nicht vor dem Jahr 2018 abgehalten werden.
Festverzinsliche Wertpapiere bilden schon seit vielen Jahren das Herzstück der Portfolios europäischer Investoren, wobei die durchschnittlichen Allokationen 2016 51 % betrugen. Selbst in einem Umfeld niedriger oder negativer Renditen bei inländischen Staatsanleihen hielten sich die Allokationen auf einem hohen Niveau. Investoren in Staatsanleihen des Euroraums konzentrieren sich nun mit großer Mehrheit auf die Risiken in Bezug auf das Ende der quantitativen Lockerung und die Zinsen, die im Laufe des Jahres 2018 möglicherweise steigen werden.