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Geopolitische Risiken

Schneller als eine (Silber) Kugel

03. Sep 2019
Nitesh Shah, Director, Research


Der Silberpreis hat sich ein Beispiel am Höhenflug des Goldpreises genommen und unsere Prognosen übertroffen. Damit wurde die pessimistische Phase beendet, in der sich das Metall in den ersten fünf Monaten des Jahres 2019 befunden hat. Nach der Aufwärtskorrektur unserer Goldprognose revidieren wir auch unsere Silberpreisprognose für das zweite Quartal 2020 von zuvor USD 16,5 pro Unze auf USD 17,05 pro Unze. Allerdings könnte Silber zum Ende des dritten Quartals 2019 mit USD 19,90 pro Unze einen deutlich höheren Höchststand erreichen. Wir sehen daher in naher Zukunft eine starke taktische Gelegenheit für Silber.

 

Gemäß dem unter Prognose für Silber: Suche nach einem Silberstreifen beschriebenen Ansatz überführen wir unsere neuen Basisfall-Goldprognosen in eine Basisfall-Silberprognose. Dabei wird die starke Korrelation von Silber mit Gold berücksichtigt. Bezüglich der anderen Aspekte des Modells halten wir an den Annahmen fest, die wir in der Prognose für Silber im Q2 2020 veröffentlicht haben. Dazu zählt u. a., dass die Silbernachfrage aus der Industrie leiden könnte, wenn die Handelskriege andauern. Außerdem dürften die steigenden Investitionen in den Bergbau die zukünftige Silberproduktion ankurbeln, während weiterhin reichlich Bestände an den Terminbörsen vorhanden sein dürften. Abgesehen von den Merkmalen, die Silber mit Gold gemein hat, nämlich seine Rolle als Hard-Asset mit defensiven Eigenschaften, gibt es bei Silber wahrscheinlich gleich mehrere Herausforderungen. Das erklärt zum Teil, warum Silber bis zum Ende des Prognosezeitraums einen Teil seiner kurzfristigen Gewinne verlieren könnte.

 

Abbildung 1: Silberpreis-Prognose

 

Quelle: WisdomTree-Modellprognosen, Bloomberg Historical Data. Daten zum Handelsschluss am 27. August 2019.
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Performance, und alle Investitionen unterliegen Risiken und Unsicherheiten.

 

In letzter Zeit hat Silber stärker zu Gold aufgeholt. Der Goldpreis ist früher und anfangs auch schneller als der Silberpreis angestiegen. Die wachsende Nachfrage nach diesen „nicht fragilen“ oder „defensiven“ Vermögenswerten ist auf die Verschlechterung der globalen Wirtschaftsaussichten zurückzuführen, die sich aus der Eskalation eines Handelskrieges und den möglichen politischen Reaktionen ergeben hat. Gold wurde eindeutig als erste Anlaufstelle für Anleger gesehen, die Schutz vor den schlimmsten Folgen suchen. Unter den Edelmetallen ist Gold die am wenigsten industrielle und die defensivste Option. Da jedoch die spekulative Gold-Futures-Positionierung auf ein Allzeithoch angestiegen ist, wechseln derzeit einige Anleger zu Silber, dessen Positionierung weniger unter Spannung steht. 

 

Das Verhältnis von Gold zu Silber hatte im Juli 2019 den höchsten Stand seit 1993 erreicht, d. h. dass Silber im Vergleich zu Gold sehr günstig war. Diese Quote ist in den vergangenen Wochen geringfügig gesunken, da der Silberpreis sich zu erholen beginnt. Wir glauben zwar nicht, dass dieses Verhältnis auf seinen historischen Durchschnitt zurückfallen wird, aber man kann durchaus davon ausgehen, dass es auf eine Standardabweichung vom Durchschnitt fallen könnte. Dies würde unserer Silberprognose für das 3. Quartal 2019 von USD 19,90 pro Unze und der Goldprognose von USD 1525 pro Unze entsprechen. Die Quote dürfte gegen Ende des Prognosehorizonts steigen, wenn die Herausforderungen für Silber akut werden.

 

Abbildung 2: Preisverhältnis von Gold zu Silber

 

Quelle: Bloomberg, WisdomTree. Daten zum Handelsschluss am 27. August 2019.
Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Maßstab für zukünftige Ergebnisse, und Anlagen können im Wert fallen.

 

Bei Gold könnte es zu einem Anstieg auf über USD 1800 pro Unze kommen, wenn die geopolitischen Risiken weiterhin hoch bleiben. Wir haben einige Gründe vorgestellt, warum die Stimmung gegenüber Gold (gemessen an der spekulativen Positionierung in Gold-Futures) so hoch bleiben könnte wie sie es heute ist. Unter diesen Umständen könnte der Goldpreis im zweiten Quartal 2020 auf über USD 1800 pro Unze steigen. Der Silberpreis würde in diesem Szenario bei etwa USD 21 pro Unze liegen (vorausgesetzt, die anderen Annahmen im Modell bleiben gleich). 

 

Abbildung 3: Prognose des Silberpreises im optimistischen Goldszenario

 

Quelle: WisdomTree-Modellprognosen, Bloomberg Historical Data. Daten zum Handelsschluss am 27. August 2019.
Prognosen sind kein Indikator für die künftige Performance, und alle Investitionen unterliegen Risiken und Unsicherheiten.

 

Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass Gold weiterhin die beste Absicherung für längerfristige geopolitische Bedenken (und den damit verbundenen politischen Reaktionen) darstellt. Bei Silber ist jedoch mit einer kurzfristigen taktischen Gelegenheit zu rechnen. Der Silberpreis hat bereits begonnen, sich kräftig zu erholen, und diese Dynamik könnte sich in naher Zukunft fortsetzen.

 

Alle Daten stammen aus WisdomTree-Modellprognosen. Prognosen sind kein Indikator für die künftige Performance, und alle Investitionen unterliegen Risiken und Unsicherheiten.

 

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