PRESSEMITTEILUNGEN
Geopolitik sorgt für Volatilität bei Agrarrohstoffen
Thursday 10th November '22
In seinem aktuellen Bericht korrigierte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seine globalen Endbestände für Weizen und Mais nach unten, der globale Sojabohnenbestand wurde hingegen erhöht. Trotzdem sind die Getreidepreise aufgrund der Unklarheit über eine mögliche Verlängerung des Getreidekorridor zwischen Russland und der Ukraine im November unter Druck geraten. Russland ließ am 29. Oktober 2022 zunächst verlauten, sich aus dem Getreideabkommen, das die UN und die Türkei mit Russland ausgehandelt hatten, zurückzuziehen. Kurz darauf stimmte Russland zu, sich dem Ukraine-Exportabkommen wieder anzuschließen, und beendete damit den Konflikt, der drohte, erneut eine weltweite Nahrungsmittelkrise zu entfachen. Die schnell aufeinander folgenden Verlautbarungen Russlands machen deutlich, wie volatil die Lage am Schwarzen Meer derzeit ist und wie sie sich auf die Preise von Agrarrohstoffen auswirkt.