WisdomTree Krypto ETPs | Fragen und Antworten
April 2026
Verwahrung und Sicherheit
Die Verwahrstellen für die WisdomTree-ETPs (Exchange-Traded Products, börsengehandelte Produkte) auf digitale Assets sind Swissquote, eine von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht („FINMA“) regulierte Schweizer Bank, Coinbase Custody Trust Company LLC, ein in New York ansässiger Trust mit beschränkter Zweckbestimmung, der zur Bereitstellung von Treuhand-Verwahrdienstleistungen gegenüber institutionellen Kunden zugelassen ist, und BitGo, eine in den USA regulierte, zugelassene Verwahrstelle und einer der größten unabhängigen Treuhänder für digitale Assets weltweit.
Swissquote ist eine namhafte, von der FINMA regulierte Schweizer Bank. Als solche unterliegt sie Prüfungen ihrer finanziellen Situation sowie ihrer Richtlinien und Verfahren. Außerdem ist sie verpflichtet, die von der Schweizer Regulierungsbehörde vorgeschriebenen Anforderungen an die Eigenkapitalreserve einzuhalten. Swissquote verfügt über die größte Online-Handelsplattform in der Schweiz und ist darüber hinaus von der FINMA als Verwahrstelle für digitale Assets zugelassen. Swissquote ermöglichte als erste Online-Bank in Europa den Handel mit digitalen Assets und bietet die umfassendste Digital-Asset-Plattform für private und institutionelle Kunden. Die Bank hat im Hinblick auf die Sicherheit von digitalen Assets einen branchenführenden Ansatz auf institutionellem Niveau entwickelt und kann zudem auf eine lange Erfolgsgeschichte als Verwahrstelle für traditionelle finanzielle Vermögenswerte zurückblicken.
Coinbase Custody ist eine unabhängige, vom New York State Department of Financial Services („NYDFS“) regulierte, zugelassene Verwahrstelle. Das Institut hat im Hinblick auf sicherheitstechnische, regulatorische und betriebliche Erfordernisse angesichts der einzigartigen Herausforderungen des Krypto-Marktes branchenführende Sicherheitssysteme und Betriebsabläufe entwickelt. Dedizierte On-Chain-Adressen werden durch die bewährte Cold-Storage-Lösung von Coinbase geschützt. Coinbase Custody bietet seinen Kunden Zugang zu einer sicheren institutionellen Offline-Speicherlösung, die seit 2012 vom Börsengeschäft von Coinbase genutzt wird. Alle digitalen Assets werden getrennt treuhänderisch für Kunden aufbewahrt. Außerdem ist die Versicherung von Coinbase eine der größten Krypto-Versicherungsfazilitäten in der Branche.
BitGo ist eine in den USA regulierte, zugelassene Verwahrstelle und einer der am längsten etablierten unabhängigen Anbieter der Verwahrung von institutionellen digitalen Vermögenswerten. Das Unternehmen gilt als Vorreiter der Multi-Signatur-Wallet-Technologie und bietet eine Sicherheitsarchitektur auf institutionellem Niveau, die Einzelrisiken deutlich verringert. BitGo stellt eine segregierte Verwahrung und umfassenden Versicherungsschutz bereit und arbeitet im Rahmen strenger Compliance-Standards. BitGo ist dank seiner langjährigen Erfolgsbilanz bei der Sicherung von digitalen Vermögenswerten in Milliardenhöhe für institutionelle Kunden ein vertrauenswürdiger Partner im sich wandelnden Ökosystem digitaler Assets.
WisdomTree hat mehrere Verwahrstellen mit dem Schutz und der Sicherung digitaler Währungen beauftragt, die von WisdomTree Issuer X Limited (die „Emittentin“ der Digital-Asset-ETPs von WisdomTree) im Namen der Anleger gehalten werden.
Unserer Einschätzung nach bietet die Struktur mit mehreren Verwahrstellen folgende zusätzliche Vorteile:
- Diversifizierung der Vermögenswerte zur Senkung einzelner operativer Ausfallrisiken.
- Möglichkeit zur Nutzung der Stärke und Expertise einer Verwahrstelle in einer bestimmten digitalen Währung.
- Möglichkeit zur Nutzung der optimierten betrieblichen Effizienz einer Verwahrstelle aufgrund von Entwicklungen bei dieser Verwahrstelle.
- Möglichkeit zum Einsatz neuer oder verbesserter Sicherheitsmaßnahmen und -tools, die von einer Verwahrstelle entwickelt wurden.
- Möglichkeit zur weiteren Verbesserung der Kosteneffizienz der Produkte, z. B. Verwahr- oder Transaktionsgebühren.
Allokationen werden von WisdomTree im Namen unserer Kunden geprüft, bewertet und vereinbart. Der Allokationsprozess basiert auf mehreren Faktoren wie Branchenlandschaft, betriebliche Effizienz, Technologie usw. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Allokationsrichtlinie.
Die Verwahrstellen haben im Hinblick auf die Sicherheit von digitalen Assets branchenführende Ansätze auf institutionellem Niveau entwickelt. Es kommt eine Kombination aus Hardware von institutioneller Qualität, Softwaresicherheit sowie betrieblichen Richtlinien und Verfahren zum Einsatz, um Ausfälle zu verhindern und digitale Assets vor Angriffen zu schützen.
Cold Storage: Private Schlüssel1 werden vollständig verschlüsselt und offline gespeichert. Für Abhebungen/ausgehende Transaktionen aus dem Offline-Wallet 2 ist menschliches Eingreifen erforderlich.
Geografische Verteilung von Redundanzen: Geräte-, geografische, umgebungsbezogene und personelle Redundanzen gewährleisten einen ständigen Zugriff. Alle Standorte verfügen über hohe Sicherheitsvorkehrungen.
Robustes Genehmigungsverfahren:
Die Verwahrstellen verwenden institutionelle Technologie mit mehrstufigen Genehmigungsprozessen, die das Risiko des Verlusts eines einzelnen Genehmigungsschlüssels oder Genehmigers und die Auswirkungen, die dies auf den Zugriff auf die digitalen Assets haben kann, deutlich senken. Die Technologie mit mehrstufiger Genehmigung basiert auf einem „M of N“-System. Das bedeutet, dass „M“ Genehmiger der „N“ bekannten Genehmiger eine Transaktion bestätigen müssen, damit sie unterzeichnet wird. Die Aufgabentrennung für die Wallet-Konfiguration (z. B. Festlegung und Genehmigung von Richtlinien), Kundenkommunikation, Transaktionsabwicklung und Prüfung bildet einen immanenten Bestandteil des Angebots der Verwahrstelle bei einem robusten Genehmigungsprozess.
Außerdem können Rücknahmen nur gegenüber einer vorab definierten, unveränderlichen Whitelist von Adressen eingeleitet werden.
1 Eine Geheimnummer, die das Ausgeben von digitalen Assets ermöglicht
2 System zur Speicherung von privaten Schlüsseln
Cold Storage bezieht sich auf die Verwahrung privater Schlüssel in einer Offline-Umgebung, die nicht direkt mit dem Internet verbunden ist. Sie ist das Gegenteil zum „Hot Wallet“, bei dem die privaten Schlüssel auf Hardware gespeichert werden, die unmittelbar mit dem Internet verbunden und damit anfälliger für Hackerangriffe sind. Der Kompromiss für das Mehr an Sicherheit, das Cold Storage bietet, ist eine geringere Zugänglichkeit und ein höherer Zeitaufwand, um Transaktionen mit Coins durchzuführen, die auf diese Weise gespeichert sind. Daher wird Hot Storage in der Regel für Coins genutzt, die für den kurzfristigen Handel bestimmt sind. Cold Storage eignet sich hingegen für stabile, langfristige Bestände.
Rechtliche und regulatorische Belange
1. Jersey gilt als Gerichtsbarkeit, die ausgezeichnete, zeitgemäße Unternehmensgesetze bietet.
2. Jersey verfügt über ein starkes regulatorisches Umfeld. Außerdem fällt Jersey unter die Konvention der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung („OECD“). Die entsprechende Bekanntmachung finden Sie auf der Website der OECD unter https://www.oecd.org/en/about/legal.html.
3. Jersey verfügt über eine erstklassige professionelle Infrastruktur. Unser Rechtsberater auf Jersey ist die Firma Mourant Ozannes, die unter anderem Niederlassungen in London, Hongkong und Jersey unterhält.
4. Unternehmen in Jersey unterliegen der Oberaufsicht durch die Gerichte von Jersey. Die Gerichte von Jersey sind unabhängig und unparteiisch. Viele der Richter an den Gerichten von Jersey sind in englischem Recht ausgebildete Juristen. Darüber hinaus ist die letzte Berufungsinstanz des Berufungsgerichts von Jersey der englische Privy Council.
5. Die Nähe und Vernetzung von Jersey mit dem Vereinigten Königreich ist aus verschiedenen operativen Gründen vorteilhaft. So erstreckt sich beispielsweise das CREST-Abwicklungssystem auch auf in Jersey emittierte Wertpapiere, und wir können einen in Jersey ansässigen Registerführer beauftragen, der direkt mit CREST interagiert.
6. WisdomTree verfügt über langjährige Erfahrungen in der Strukturierung von Produkten mit Sitz in Jersey, die ein Engagement in physisch gehaltenen Vermögenswerten bieten. Daher haben sich Produkte, die auf diese Weise strukturiert sind, seit über zehn Jahren als geeignet und effizient für Anleger in ganz Europa bewährt.
Diese Beurteilung obliegt den Kunden selbst. Unseres Erachtens aber sollte eine Gleichbehandlung entsprechend anderer börsengehandelter Rohstoffe vorliegen, die im Allgemeinen OGAW-konform sind. Eine detaillierte Analyse der OGAW-Eignung der Produkte finden Sie hier.
Ein Prospekt in Bezug auf die Emittentin der WisdomTree Digital-Asset-ETPs wurde von der schwedischen Finanzmarktaufsicht (Schw.: Finansinspektionen) („SFSA“) als zuständige Behörde gemäß der Verordnung (EU) 2017/1129 genehmigtt.
Der Prospekt gestattet Angebote von WisdomTree-ETPs auf digitale Assets an die Öffentlichkeit bzw. die Zulassung zum Handel von Digital-Asset-ETPs von WisdomTree an einem regulierten Markt in Schweden sowie in den Märkten, in denen der Prospekt über einen europäischen Pass („Notifizierung“) verfügt.
Die Emittentin hat die SFSA gebeten, die Genehmigung des Basisprospekts an Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen und Spanien zu melden.
Der Emittent unterliegt nicht der Aufsicht der Jersey Financial Services Commission; eine Kopie des Prospekts wurde jedoch gemäß Artikel 5 der Companies (General Provisions) (Jersey) Order 2002 („CGPO“) an den Registrar of Companies (Registriergericht) in Jersey übermittelt, und der Registrar of Companies in Jersey hat seine Zustimmung zu dessen Verbreitung erteilt.
Außerdem hat die Jersey Financial Services Commission gemäß Artikel 4 der Control of Borrowing (Jersey) Order 1958 („COBO“) der Emission von Wertpapieren durch die Emittentin zugestimmt. Die Digital-Asset-ETPs von WisdomTree stellen keinen kollektiven Investmentfonds im Sinne des Collective Investment Funds (Jersey) Law 1988 dar, da es sich um Anlageprodukte handelt, die für sachkundige Investoren konzipiert sind, die über Fachwissen und Erfahrung mit solchen Anlagen sowie über eine ausreichend hohe Vermögensbasis verfügen, um etwaige Verluste aus solchen Anlagen zu tragen.
Ein separater Prospekt für die Digital-Asset-ETPs von WisdomTree3 wurde von der britischen Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority, „FCA“) als zuständige Stelle gemäß der Verordnung (EU) 2017/1129 (die „Prospektverordnung“) genehmigt, da diese aufgrund des European Union (Withdrawal) Act 2018 Teil des britischen nationalen Rechts ist.
Die Produkte sind in folgenden Ländern zum Angebot an die Öffentlichkeit bzw. zum Handel an einem regulierten Markt zugelassen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich4 .
Die Produkte sind an der Schweizer Börse (SIX), der Deutschen Börse Xetra, der Londoner Börse (LSE)5 , der Borsa Italiana6 , der NASDAQ Stockholm7 , der Euronext Paris und der Euronext Amsterdam handelbar oder können von Kunden mit entsprechendem Marktzugang über einen Broker gehandelt werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an WisdomTree.
Die Produkte sind in folgenden Ländern für institutionelle und professionelle Anleger verfügbar:
- Israel
- Einige Länder in Südamerika
Diese Liste ist nicht vollständig. Bitte kontaktieren Sie uns, falls Ihre Region oben nicht aufgeführt ist.
Die Produkte stehen nur informierten und erfahrenden oder sachkundigen Privatanlegern unter bestimmten Umständen zur Verfügung. Bitte setzen Sie sich bezüglich weiterer Informationen mit Ihrem Berater oder Broker in Verbindung. Darüber hinaus kann die Verfügbarkeit in einigen Regionen eingeschränkt sein.
4 Das Vereinigte Königreich gilt nur für WisdomTree Physical Bitcoin (BTCW) und WisdomTree Physical Ethereum (ETHW).
5 Derzeit sind nur das WisdomTree Physical Bitcoin ETP (BTCW) und das WisdomTree Physical Ethereum ETP (ETHW) an der LSE gelistet.
6 Derzeit ist ausschließlich das WisdomTree Physical Solana ETP (SOLW) an der Nasdaq Stockholm gelistet.
7 At the moment, only WisdomTree Physical Bitcoin ETP (BTCW), WisdomTree Physical Ethereum ETP (ETHW), WisdomTree Physical XRP ETP (XRPW), WisdomTree Physical Solana ETP (SOLW), WisdomTree Physical Stellar Lumens ETP (XLMW), WisdomTree Physical Lido Staked Ether (LIST), WisdomTree Physical Crypto Altcoins (WALT), and WisdomTree Physical CoinDesk 20 ETP (WCRP) are listed on Borsa Italiana.
Die Emittentin hat mit Coinbase Custody, Swissquote, und BitGo drei renommierte institutionelle Verwahrstellen für Kryptowährungen beauftragt. Jeder dieser Verwahrstellen hat strenge Kontrollmaßnahmen für die erhaltenen Coins eingeführtund überwacht die Transaktionen innerhalb des Verwahrnetzwerks streng unter Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (Anti-Money Laundering, „AML“).
Coinbase Custody:
Als Teil ihres AML-Programms hat Coinbase Custody ein maßgeschneidertes System zur Transaktionsüberwachung entwickelt, das in die proprietäre Blockchain-Überwachungslösung Coinbase Analytics integriert ist. Damit kann Coinbase Krypto-Asset-Transaktionen auf der Blockchain analysieren. Diese Infrastruktur ermöglicht es Coinbase, sich schnell an neue Bedrohungen in der Krypto-Ökonomie anzupassen,Szenarien und Typologien für bestimmte Transaktionsarten zu entwickeln und bietet Coinbase gleichzeitig die Flexibilität, neue Produkte und Dienstleistungen zu unterstützen.
Swissquote:
Swissquote führt bei allen Krypto-Transfers Compliance-Prüfungen und forensische Blockchain-Analysen mithilfe eines nicht-proprietären Systems durch, um zu erkennen und sicherzustellen, dass die Krypto-Assets nicht aus illegalen Aktivitäten stammen.
BitGo:
BitGo wendet ein mehrschichtiges Compliance-Framework an, das proprietäre Risikokontrollen mit externen Blockchain-Intelligence-Anbietern kombiniert. Das AML-Programm umfasst Transaktionsüberwachung, Risikobewertung auf Wallet-Ebene und Echtzeitwarnungen zur Identifizierung verdächtiger Aktivitäten. Richtlinienbasierte Genehmigungen und Aufgabentrennung sind in die Verwahrplattform integriert, sodass Compliance-Anforderungen direkt in Abläufe eingebettet sind. Diese Struktur ermöglicht es BitGo, illegale Finanzrisiken zu managen und gleichzeitig die operative Effizienz für institutionelle Kunden aufrechtzuerhalten.
Struktur
Ähnlich wie bei einem physisch besicherten Gold-ETP, das durch in einem Banktresor aufbewahrte Goldbarren gedeckt ist, werden private Schlüssel, die Transaktionen mit digitalen Assets ermöglichen, an Standorten mit strengen Sicherheitsvorkehrungen auf hochsicherer Hardware verwahrt.
Dies steht im Gegensatz zur synthetischen Replikation, bei der ein Finanzinstrument wie ein ETP oder börsengehandelter Fonds (Exchange-Traded Fund, „ETF“) nicht tatsächlich den Basiswert hält, den es abbilden soll, sondern die Repräsentation auf andere Weise erreicht, in der Regel durch das Halten von Derivaten.
Alternativ gibt es Angebote, die als Schuldverschreibung oder strukturiertes Produkt konzipiert sind, wobei die Emittentin im Wesentlichen die Wertentwicklung garantiert. Hieraus ergeben sich jedoch Kontrahentenrisiken für das Produkt, da Anleger gegenüber der Emittentin ein Solvenzrisiko eingehen.
Der gesamte Coin-Anspruch bezieht sich auf die Anzahl von digitalen Assets, auf die das jeweilige ETP ein Anrecht hat.
Zur Berechnung des Coin-Anspruchs pro Anteil wird der gesamte Coin-Anspruch durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile geteilt.
Der genaue Coin-Anspruch wird täglich veröffentlicht und kann auf unserer Website eingesehen werden.
WisdomTree verwendet für alle seine Krypto-ETPs die Indizes von CoinDesk, da diese als vertrauenswürdig, transparent und für institutionelle Anleger konzipiert gelten. CoinDesk aggregiert Daten von führenden Börsen und wendet strenge Regeln an, um eine faire Preisbildung sicherzustellen, die die tatsächliche Marktlage widerspiegelt. Als einer der etabliertesten Anbieter von Benchmarks für digitale Vermögenswerte bietet CoinDesk die Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit, die Anleger erwarten, wenn sie über die Produkte von WisdomTree in Kryptowährungen investieren.
Die ETPs wenden auf dem Primärmarkt einen „In-kind“-Rücknahme-/Schaffungsprozess zwischen der Emittentin und den APs an. Das bedeutet, dass die APs basierend auf einem Coin-Anspruch pro Anteil, der täglich auf der Website verfügbar ist, digitale Assets gegen Anteile liefern bzw. zurücknehmen. Bei Auflegung des Bitcoin-ETP war jeder Anteil ungefähr 0,01 Bitcoin wert. Um also 100 Anteile zu schaffen bzw. auszugeben, musste der AP ungefähr 1 Bitcoin an das ETP liefern.

Die Digital-Asset-ETPs von WisdomTree handeln im Zuge des Ausgabe-/Rücknahmeprozesses nicht mit digitalen Assets, wodurch die Verwendung von Bargeld vermieden wird und keine Transaktionskosten innerhalb des Produkts als Teil des Ausgabe-/Rücknahmeprozesses anfallen.
Der genaue Coin-Anspruch wird täglich auf unserer Website veröffentlicht. Zur Berechnung des Coin-Anspruchs pro Anteil wird der gesamte Coin-Anspruch durch die ausgegebenen Anteile geteilt.
Anleger handeln auf dem Sekundärmarkt und kaufen oder verkaufen Anteile an einer Börse oder direkt über ihren Broker.
Bei den meisten Krypto-ETPs von WisdomTree haben Anleger die Möglichkeit einer physischen Lieferung. Weitere Informationen finden Sie unter Physische Krypto-Einlösung.
Ja, die Produkte sind gegen Hackerangriffe versichert. Allerdings sind wir der Ansicht, dass der Versicherungsmarkt für digitale Assets noch nicht ausreichend entwickelt ist und Risiken in diesem Bereich vorrangig durch operativ robuste Sicherheitsvorkehrungen gesteuert werden müssen. So sind wir auch auf dem Metallmarkt vorgegangen – ein weiterer Bereich, in dem solide physische Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind. Versicherungen spielen hier ebenfalls eine geringfügige Rolle bei der Abmilderung von Risiken.
Die sichere Verwahrung von Vermögenswerten und deren Zugänglichkeit sind das vorrangige Ziel von WisdomTree bei der Schaffung von ETPs auf digitale Assets. Bei der Entwicklung des Programms haben wir große Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass die direkten Bestände anhand von branchenführenden Speicherlösungen abgesichert sind. Hierbei flossen betriebsbedingte sowie auf die Cybersicherheit bezogene Überlegungen ein – beide spielen für Anleger, die in diese Anlageklasse einsteigen, eine entscheidende Rolle. Die Produkte bieten eine einfache und kostengünstige Möglichkeit für eine vertrauenswürdige Anlage in digitalen Assets.
Die WisdomTree-ETPs auf digitale Assets halten die zugrunde liegenden Vermögenswerte direkt in getrennten Wallets, die über eine institutionelle Verwahrlösung verwaltet werden. Die Verwahrstellen, mit denen wir zusammenarbeiten, sind in diesem Bereich führend und bieten herausragende Speicherlösungen für digitale Assets. So werden die Transparenz und die Kontrolle über unsere Bestände in einem zuverlässigen, äußerst sicheren Umfeld gewährleistet. Der gehaltene Betrag wird täglich überwacht und zwischen unseren Verwahrstellen, der Emittentin und der Verwaltungsstelle abgestimmt.
WisdomTree befolgt die Fork-Richtlinie der Verwahrstelle. Die Fork-Richtlinie ist auf Anfrage erhältlich.
Fork wird von der Verwahrstelle nicht unterstützt:
Falls eine Fork von der Verwahrstelle nicht unterstützt wird, wird WisdomTree darüber eindeutig informiert. Es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Die vorhandene digitale Währung bleibt unverändert bestehen.
Fork wird von der Verwahrstelle unterstützt:
Falls es zu einer Fork kommt und die Verwahrstelle diese unterstützen und die aufgespaltenen Vermögenswerte WisdomTree zuweisen kann, legt die Emittentin ein Stichtagsdatum („Record Date“) für die betroffenen WisdomTree-ETPs fest, das dem Datum der Hard Fork entspricht.
Die Emittentin wird die Auswirkungen der Hard Fork sorgfältig verfolgen und die ihr nach der Hard Fork zur Verfügung stehenden Optionen prüfen. Dabei besteht das Ziel, den Inhabern der betroffenen WisdomTree-ETPs zum Record Date den Vorteil aus der Fork zukommen zu lassen. Diese Optionen können von den Möglichkeiten abhängen, die von Dritten wie Verwahrstellen, Börsen und zugelassenen Teilnehmern bereitgestellt werden.
Die Emittentin weist darauf hin, dass eine Fork – sofern sie eintritt – weder die Sicherheit noch die Struktur der betroffenen WisdomTree-ETPs beeinträchtigt und keine Garantie dafür gegeben werden kann, dass eine Möglichkeit gefunden wird, den Vorteil der aufgespaltenen Vermögenswerte den Inhabern der betroffenen WisdomTree-ETPs zum Record Date zukommen zu lassen. Inhaber der betroffenen WisdomTree-ETPs, die diese nach dem Record Date erwerben, erhalten keinen Vorteil aus dem aufgespaltenen Vermögenswert.
Die in bzw. von dem Produkt gehaltenen digitalen Assets dienen dem alleinigen Zweck der Besicherung des relevanten Produkts. Die Emittentin ist eine separate juristische Person und die Gläubiger von WisdomTree haben keinen Anspruch auf die Vermögenswerte, die von diesem oder anderen Produkten von WisdomTree gehalten werden.
Handel
Anleger können die Digital-Asset-ETPs von WisdomTree bereits ab einem Anteil an der Börse oder außerbörslich („OTC“) direkt über ihren Broker kaufen und verkaufen. Die Produkte notieren derzeit an den Börsen SIX, Xetra, LSE8 , Borsa Italiana9 , NASDAQ Stockholm10 , Euronext Paris und Euronext Amsterdam.
8 Die London Stock Exchange (LSE) gilt nur für WisdomTree Physical Bitcoin (BTCW) und WisdomTree Physical Ethereum (ETHW).
9 Derzeit sind ausschließlich WisdomTree Physical Bitcoin ETP (BTCW), WisdomTree Physical Ethereum ETP (ETHW), WisdomTree Physical XRP ETP (XRPW), WisdomTree Physical Solana ETP (SOLW), WisdomTree Physical Stellar Lumens ETP (XLMW), WisdomTree Physical Lido Staked Ether (LIST), WisdomTree Physical Crypto Altcoins (WALT) sowie WisdomTree Physical CoinDesk 20 ETP (WCRP) an der Borsa Italiana notiert.
10 Nasdaq Stockholm gilt ausschließlich für WisdomTree Physical Solana (SOLW).
Hier ein Beispiel für das WisdomTree Physical Bitcoin ETP:
Der tägliche NAV wird anhand des Coin-Anspruchs pro Anteil und des CoinDesk Bitcoin Benchmark London Settlement Rate berechnet.
Der CoinDesk Bitcoin Benchmark London Settlement Rate wird basierend auf den relevanten Bitcoin-Transaktionen an den infrage kommenden Börsen der Bestandteile zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr Londoner Zeit berechnet. Der Preis und das Volumen der einzelnen relevanten Transaktion werden festgehalten und einer Liste hinzugefügt, die in zwölf gleich gewichtete Zeitintervalle von jeweils fünf Minuten aufgeteilt ist.
Das maximal mögliche Ordervolumen an einem Tag hängt von der verfügbaren Liquidität ab. Dies ist auf den In-kind-Ausgabe-/-Rücknahmeprozess zurückzuführen, bei dem eine direkte Verbindung zwischen den Digital-Asset-ETPs von WisdomTree und dem Markt der zugrunde liegenden digitalen Assets hergestellt wird. Um ein bestimmtes Volumen auszugeben, muss der AP den entsprechenden Betrag an digitalen Assets beschaffen (basierend auf dem Coin-Anspruch).
Das bedeutet, dass alle mit der Beschaffung von digitalen Assets verbundenen Kosten, einschließlich möglicher Marktauswirkungen, den Kurs des Handels des jeweiligen Digital-Asset-ETP von WisdomTree und damit das effiziente maximale Volumen beeinflussen.
Obwohl die Marktbedingungen schwanken können und beim Handel stets berücksichtigt werden müssen, liegt das effiziente Handelsvolumen typischerweise im Bereich von 5–10 Mio. USD. Es können jedoch Transaktionen in Höhe von mehr als 25 Mio. USD durchgeführt werden (sofern die Bedingungen dies zulassen).
Alle Anleger erwerben Anteile auf dem Sekundärmarkt (in der Regel an der Börse), wobei Market-Maker während des Handelstages die zweiseitige Liquidität bereitstellen. Die Liquidität, die die Market-Maker bereitstellen können, ist direkt mit dem Markt der zugrunde liegenden digitalen Assets verbunden, da Anteile an den Produkten an dem jeweiligen Tag gegen digitale Assets ausgegeben oder zurückgenommen werden können.
Wenn Anleger beispielsweise Anteile an einem Digital-Asset-ETP von WisdomTree verkaufen möchten, tun sie dies zum vorherrschenden Marktpreis – entweder an der Börse oder über ihren Broker – und handeln damit mit einem zugelassenen Teilnehmer (AP), der die Anteile wiederum an die Emittentin gegen digitale Assets zurückgibt. Diese können liquidiert werden, um den Verkauf der Anteile durch die Anleger zu decken.
Staking
Staking ist eine Möglichkeit, durch das Halten einer bestimmten Kryptowährung und die Bereitschaft, am Transaktionsprüfungsprozess der Blockchain teilzunehmen, Belohnungen zu verdienen. Um eine Proof-of-Stake-Blockchain zu sichern, müssen die Validatoren des Netzwerks die native Kryptowährung des jeweiligen Netzwerks staken und sich über die richtige Reihenfolge der Transaktionen einigen. Dieser Konsensmechanismus ist ein Algorithmus, der in den Softwarecode des jeweiligen Netzwerks eingebaut ist.
Bitcoin und einige andere Digital-Asset-Netzwerke verwenden den „Proof-of-Work“- Konsensmechanismus. Obwohl es beim Proof-of-Work-Konsensmechanismus kein „Staking“ gibt, beschreiben wir diesen, nur um die Unterschiede zwischen den beiden Konsensmechanismen herauszustellen. Beim Proof-of-Work-Konsensmechanismus stehen Mining-Computer miteinander im Wettbewerb. Sie verbrauchen Strom beim Lösen schwieriger mathematischer Aufgaben, um im Netzwerk neue Blocks zu erstellen. Knoten11 „Nodes“) im Netzwerk prüfen, ob die Aufgabe erledigt wurde – ob sie korrekt ist – und bestätigen daraufhin den neuen Block. Im Gegenzug für diese intensive Rechenleistung („Proof-of-Work“) werden die Miner mit neu erzeugter („geprägter“ oder „geminter“) nativer Kryptowährung des Netzwerks belohnt. Wurde die Aufgabe nicht korrekt gelöst, lehnen die Knoten den falschen Block ab und der Miner trägt die Kosten für den Stromverbrauch.
Im Gegensatz dazu ist bei „Proof-of-Stake“ weniger Rechenleistung erforderlich. Stattdessen werden Validatorknoten auf dem Netzwerk (d. h. die Knoten mit einer Beteiligung bzw. Stake am Netzwerk) zufällig zur Erzeugung neuer Blocks in der dezentralen Datenbank ausgewählt. Die Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden, ist in der Regel höher, wenn mehr Kryptowährung gestaket wurde. Wird ein Knoten zur Erstellung eines neuen Blocks ausgewählt, stellt er einen Satz von Transaktionen zusammen und unterzeichnet diesen mithilfe eines privaten Schlüssels. Andere Validatorknoten auf dem Netzwerk prüfen, ob alles korrekt ist. Ist dies der Fall, wird der Knoten mit neu geminter Kryptowährung belohnt. Wurde die Aufgabe nicht korrekt ausgeführt, kann der Knoten mit einer Strafe belegt werden, deren weniger wahrscheinliche Form als „Slashing“ bezeichnet wird, was zum teilweisen oder gesamten Verlust der gestaketen Kryptowährung führt. Die gängigere Strafe ist das sogenannte „Leaking“, bei dem die Menge der gestaketen Kryptowährung schrittweise reduziert wird, um den schlecht funktionierenden Validatorknoten schließlich aus dem Netzwerk zu entfernen.
11Ein Knoten ist ein Computer, auf dem eine Kryptowährungs-Software ausgeführt wird.
Wie der Name schon sagt, bestätigen Validatorknoten vorgeschlagene neue Einträge in das dezentrale Hauptbuch („Ledger“). Dies geschieht auf automatisierte Weise. Je nach Netzwerk wird bei der Validierung geprüft, ob die in dem Eintrag enthaltene digitale Signatur korrekt ist, ob die Transaktionen mit den Regeln des Protokolls übereinstimmen sowie von Konten stammen, die über ausreichendes Guthaben verfügen.
Die Validatorknoten führen die Validierungen durch, die zur Sicherung des Netzwerks erforderlich sind. Durch das Staking (d. h. die Sperrung) ihrer Kryptowährung entstehen ihnen außerdem Opportunitätskosten. Die Staking-Belohnung ist ein Anreiz zur Erfüllung dieser Aufgabe und eine Entschädigung für einen Teil der Opportunitätskosten.
Verschiedene Digital-Asset-Netzwerke verfolgen unterschiedliche geldpolitische Strategien (d. h. die Anreizstruktur, die zur Förderung bzw. Abschreckung bestimmter Verhaltensweisen im Netzwerk, verwendet wird). Bei den meisten Netzwerken geht neu erzeugte Kryptowährung (d. h. die Inflation des Netzwerks) an die Staker. Bei manchen Netzwerken können Transaktionsgebühren dazukommen, die von denjenigen bezahlt werden, die Transaktionen auf dem Netzwerk vornehmen.
Die Staking-Belohnung ergibt sich daraus, wie die Entwickler den Code für das Netzwerk geschrieben haben. Diese Geldpolitik wird bei der Gründung des Netzwerks festgelegt und kann je nach den Governance-Regeln des Netzwerks anhand eines Hard-Fork- oder Soft-Fork-Upgrades des Netzwerks mit der Zeit angepasst werden. Möglicherweise gibt es andere Faktoren, die dazu führen, dass die Staking-Belohnung mit der Zeit schwankt. Diese sind vom jeweiligen Netzwerk abhängig und können sich auf Transaktionsgebühren, Anzahl der Validatorknoten, Menge der verbrannten Kryptowährung usw. beziehen.
Ja, es gibt mehrere Variationen des Proof-of-Stake-Konsensmechanismus, durch die das Staking auf verschiedenen Netzwerken unterschiedlich abläuft. Das Staking unterscheidet sich auch aufgrund der jeweils eigenen Geldpolitik des Netzwerks (d. h. unter welchen Bedingungen und wie schnell neue Kryptowährung erzeugt wird). Außerdem gibt es technische Spezifikationen wie den Mindest-Staking-Betrag oder Leakage-/Slashing-Regeln, die sich von Netzwerk zu Netzwerk unterscheiden.
Unterschiedliche Netzwerke verfolgen jeweils ihre eigene Geldpolitik, die zum Teil die Staking-Belohnung bestimmt. Die Ausgabe (d. h. die Inflationsrate) folgt einer Kurve. Mit der Zeit beteiligen sich immer mehr Knoten am Staking, weshalb die neue Kryptowährung auf immer mehr Knoten verteilt wird. Dadurch reduziert sich mit der Zeit tendenziell die Rendite für jeden einzelnen Knoten. Auf manchen Netzwerken können zur Staking-Belohnung Transaktionsgebühren hinzukommen, die von denjenigen bezahlt werden, die Transaktionen auf dem Netzwerk vornehmen. Diese können wiederum variieren, da sich die Nachfrage und die Zahlungsbereitschaft für Blockraum im Netzwerk sowie die Blockkapazität des Netzwerks im Laufe der Zeit ändern.
Ja, doch das Ausmaß hängt vom jeweiligen Netzwerk ab. Bei manchen Netzwerken folgt die Ausgabe (d. h. die Inflationsrate) einer Kurve. Mit der Zeit beteiligen sich immer mehr Knoten am Staking, weshalb die neue Kryptowährung auf immer mehr Knoten verteilt wird. Dadurch reduziert sich allmählich tendenziell die Rendite für jeden einzelnen Knoten.
Darüber hinaus können bei manchen Netzwerken zur Staking-Belohnung Transaktionsgebühren hinzukommen, die von denjenigen bezahlt werden, die Transaktionen auf dem Netzwerk vornehmen. Die Transaktionsgebühren können variieren, da sich die Nachfrage und die Zahlungsbereitschaft für Blockraum im Netzwerk sowie die Blockkapazität des Netzwerks im Laufe der Zeit ändern.
Das hängt von den Regeln des Netzwerks ab, die erheblich abweichen, wie etwa die Dauer einer Epoche usw.
Nein, beim Betrieb einer eigenen Staking-Infrastruktur bleibt die Kryptowährung stets im Besitz der Partei, die über die privaten Schlüssel verfügt (d. h. der Verwahrstelle). Beim Staking wird Kryptowährung mithilfe eines Smart Contract gesperrt. Das bedeutet, dass die privaten Schlüssel immer noch von der Verwahrstelle gehalten werden. Dabei bestehen einige Risiken, darunter das Risiko von Smart Contracts und das Risiko von Slashing/Strafzahlungen. Es ist zu beachten, dass Coinbase eine Versicherung gegen Ethereum-Slashing anbietet.
Im Gegensatz dazu kann das Verleihen von digitalen Assets entweder über eine zentrale oder eine dezentrale Einrichtung erfolgen. Bei zentralen Verleihplattformen wird die Kontrolle über den privaten Schlüssel an die zentrale Einrichtung weitergegeben, die diese Assets dann gegen eine Verzinsung ausleiht. Das ist mit verschiedenen Risiken verbunden, einschließlich des Kontrahentenrisikos.12
Zur Vermeidung jeglicher Zweifel: Innerhalb der WisdomTree Physical Krypto ETPs findet keine Wertpapierleihe statt.
12https://figment.io/insights/misconceptions-about-staking-protocol-staking-vs-liquidity-lending/
Das ist völlig vom Netzwerk abhängig, beispielsweise werden Solana-Staking-Belohnungen mit der Zeit aufgezinst, im Ethereum-Netzwerk jedoch nicht.
Sowohl gestakete als auch nicht gestakete Kryptowährung wird weiter in Cold Storage bei unserer Verwahrstelle aufbewahrt.
Dies richtet sich nach dem jeweiligen Digital-Asset-Netzwerk. Unabhängig von der Entbindungszeit („Unbonding Time“) bleibt der Prozess derselbe. Zunächst muss WisdomTree die Assets aus dem Staking-Prozess herausnehmen und dann eine gewisse Zeit warten, bis die Assets aus dem Staking-Vorgang freigegeben („unbond“) sind. Bevor die Herausnahme abgeschlossen werden kann, müssen noch Schlüsselauthentifizierungen durchgeführt werden. Anschließend muss der Mehrparteien-Konsensgenehmigungsprozess für die Änderung durchlaufen werden. Vor der Herausnahme muss WisdomTree den Standardsicherheitsprozess befolgen (Mehrparteien-Konsensgenehmigungsprozess usw.).
Aus dem Staking ergeben sich einige zusätzlich zu steuernde Risiken, die über die Risiken hinausgehen, die für alle Digital-Asset-ETPs gelten:
- Netzwerkausfall: Bei einem Netzwerkausfall würde sich sowohl das Bonding/Unbonding als auch die Rücknahmeabwicklung verzögern. WisdomTree würde proaktiv über das Problem informieren, sollte es auftreten.
- Liquidität: Die Unbonding-Periode könnte zu einer Verzögerung der Rücknahmeabwicklung führen.
- Leakage: Wenn die Validatorknoten längere Zeit nicht auf eine Anforderung zum Validieren neuer Transaktionen reagieren, wird auf einigen Digital-Asset-Netzwerken eine geringfügige „Leakage“-Gebühr auf den Staking-Betrag des Knotens erhoben. Dies geschieht, damit im Laufe der Zeit, wenn einige Knoten ihre Validierungsfunktion dauerhaft nicht erfüllen, die Verteilung der eingesetzten Kryptowährung wieder auf einen Schwellenwert zurückkehrt, der erforderlich ist, damit das Netzwerk bestimmten Arten von Angriffen standhalten kann.
- Slashing: Böswilliges Verhalten von Validatoren wie unlautere Validierungen, doppelte Signaturen und Inaktivität können je nach dem jeweiligen Protokoll mit „Slashing“ bestraft werden. Slashing soll für die Validatoren einen Anreiz für Verantwortung und Netzwerkzusammenarbeit schaffen. Slashing-Strafen schwanken je nach Protokoll, können aber zu Abzügen beim Staking-Betrag des Validators führen. In manchen Fällen kann der Validator sogar aus dem Netzwerk entfernt werden. Es ist zu beachten, dass Coinbase eine Versicherung gegen Ethereum-Slashing anbietet.
Zur Verwaltung gestaketer digitaler Assets wird eine Kombination aus Cold Storage und betrieblichen Sicherheitsprozessen eingesetzt. Die Bonding-Periode für das Staking/Unstaking wird „on-chain“ ausgeführt (Batch der Verwahrstelle muss abgewartet werden) und kann nur über einen Genehmigungsprozess, an dem mehrere Parteien beteiligt sind, angestoßen werden.
WisdomTree teilt das gesamte verwaltete Vermögen zwischen mehreren Wallets auf. Die digitalen Assets des Fonds werden in liquide und gestakete Assets aufgeteilt. Eine Arbeitsgruppe von WisdomTree überwacht die gestaketen Beträge und entscheidet über/ändert die Schwelle und die Anzahl der erforderlichen gestaketen Wallets nach Bedarf.
Wenn es bei einem Kryptowährungs-ETP zu einer großen Rücknahme kommt, kann sich die Rücknahmeabwicklung über den Standardabwicklungszyklus hinaus verzögern.
Staking auf Ethereum
Zusätzlich zu den oben erwähnten allgemeinen Risiken beim Staking ist zu bemerken, dass das Staking erfordert, dass Ether im Protokoll gesperrt werden, um Staking-Belohnungen zu erhalten. Während dieses Zeitraums ist es nicht möglich, die gestaketen Ether zu handeln oder zu übertragen. Außerdem variieren die Bonding- und Unbonding-Perioden. Die benötigte Zeit hängt von der Anzahl der Validatoren in der Aktivierungs- und Deaktivierungswarteschlange ab. Bonding ist die erforderliche Zeit, um die gestaketen Ether in den Smart-Contract-Knoten des Validators zu sperren. Unbonding ist die benötigte Zeit, um die gestaketen Ether aus den Smart-Contract-Knoten des Validators zu entsperren.
Die geschätzte jährliche prozentuale Rendite von Ethereum ist 3 % und hängt von vielen Faktoren ab, darunter die Art und Weise, wie Ether gestaket wird, die Anzahl der Validatoren, die Anzahl der Transaktionen auf der Blockchain und ob die MEV-Technologie (Maximum Extractable Value, maximal extrahierbarer Wert) verwendet wird.13
Es gibt zwei Arten von Belohnungen:
- Belohnungen auf Konsensebene: Belohnungen für die Teilnahme am Proof-of-Stake-Netzwerk durch das Vorschlagen oder Validieren von Blöcken.
- Belohnungen auf der Ausführungsebene: Die Nutzer des Ethereum-Netzwerks können einem Validator einen Anreiz bieten, Transaktionen schneller zu verarbeiten, indem sie eine zusätzliche Transaktionsgebühr zahlen. Um diese zusätzliche Gebühr zu verdienen, muss ein Validator sicherstellen, dass er diese spezifische(n) Transaktion(en) zu dem von ihm vorgeschlagenen Block hinzufügt. Die Belohnungen auf der Ausführungsebene schwanken je nach Umfang des Netzwerkverkehrs.
Mit dem Ethereum Improvement Proposal EIP-1559 wurde das Konzept des „Verbrennens“ („Burning“) eingeführt. Das bedeutet, dass einige Ether dauerhaft aus dem Token-Bestand entfernt werden. Infolge dieses Upgrades kann das Protokoll zeitweise deflationär werden, wie beispielsweise im November 202214. Nach dem „Merge“, einem Upgrade des Ethereum-Netzwerks, das im September 2022 durchgeführt wurde, wurde mehr Ether aus dem Token-Bestand genommen als in jenem Jahr an neuen Ether ausgegeben wurde. Diese deflationäre Tendenz ist im Softwarecode des Ethereum-Netzwerks eingebaut, aber die Menge der „verbrannten“ Ether hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich der Netzwerkaktivität und der Bereitschaft der Nutzer, Transaktionsgebühren zu zahlen, die sich ständig ändern.
Ja. Jeder Validator muss über mindestens 32 Ether verfügen, um am Validierungsprozess teilnehmen zu können.
In der Regel dauert es etwa zwei bis fünf Tage, bis die Belohnung ausgezahlt wird, je nachdem, ob der Validator sich dafür entschieden hat, seine Belohnungen in der nächsten Epoche abzuheben.
Die Dauer der Unbonding-Periode schwankt und beträgt in der Regel mehr als zehn Tage. Sie hängt jeweils von der Anzahl der Validatoren in der Aktivierungswarteschlange ab.
Ja, die Slashing-Erkennung bei doppelter Signatur und schwerwiegenden Ausfallzeiten erfolgt automatisch. Slashing ist eine Strafe, die böswilligen Knoten auferlegt wird, die versuchen, falsche Einträge im dezentralen Hauptbuch zu genehmigen. Es ist zu beachten, dass Coinbase eine Versicherung gegen Ethereum-Slashing anbietet.
Lido Staked Ether (stETH)
Durch das Staking von ETH über Lido entfällt die Notwendigkeit, einen Validator zu betreiben oder ETH nativ zu sperren, jedoch entstehen dadurch (unter anderem) Risiken in Bezug auf Smart Contracts, die Leistung des Validator-Betreibers, Slashing, Markt/Liquidität sowie die Governance von Lido. Bitte lesen Sie auch den Abschnitt „Risikofaktoren” im Prospekt von WisdomTree.
Lido leitet die Staking-Erträge von Ethereum abzüglich einer Protokollgebühr von 10 % weiter, wobei die Renditen täglich variieren.
stETH akkumuliert sowohl Belohnungen auf Konsensebene (Consensus-Layer Rewards) für Validierungsaufgaben als auch Belohnungen auf der Ausführungsebene (Execution-Layer Rewards) aus Prioritätsgebühren (Priority Fees) und MEV15 die von Lidos Knotenbetreibern erfasst werden. Alle Belohnungen werden automatisch täglich in einem steigenden stETH-Guthaben zusammengezogen (kompoundiert). Dies spiegelt die native ETH-Staking-Ökonomie wider, wird jedoch aggregiert und auf die professionellen Validatoren von Lido verteilt.
15 MEV = Maximaler extrahierbarer Wert
Es gilt kein Mindestbetrag. Lido beseitigt die 32-ETH-Validator-Anforderungen und ermöglicht es Anwendern, beliebige ETH-Beträge zu staken und stETH im Verhältnis 1:1 zu erhalten.
stETH-Belohnungen werden einmal täglich über eine Rebase verteilt und automatisch dem Guthaben des Inhabers gutgeschrieben, sodass Anwender einen täglichen Anstieg ihrer stETH-Bestände feststellen können, ohne dass sie diese einfordern oder Maßnahmen ergreifen müssen.
stETH lassen sich innerhalb weniger Minuten auf dem Sekundärmarkt in ETH umtauschen, sind jedoch abhängig von Marktpreis, Gebühren, Liquidität usw. Die zweite Option besteht darin, eine Auszahlung in Lido zu beantragen. Diese richtet sich nach der verfügbaren Liquidität im Abhebungstresor („Withdrawal Vault“) bzw. erfordert möglicherweise Unstaking über die Ethereum-Ausstiegswarteschlange , wodurch die Auszahlungszeiten variieren können.
Strafen für doppelte Signaturen oder längere Ausfallzeiten möglich sind. Allerdings wird das korrelierte Risiko durch die Diversifizierung über mehrere professionelle Betreiber hinweg gesenkt. Lido unterhält außerdem einen Fonds zur Deckung bzw. zum Ausgleich von Validator-Verlusten. Dieser Fonds bietet einen teilweisen, jedoch keinen garantierten Schutz.
Staking auf Solana
Für Solana gibt es kein automatisches Slashing (d. h. keine Strafe, falls der Validator böswillig handelt).
Für Solana kann das Unbonding (d. h. die Entsperr-/„Unstaking“-Periode) einer gestaketen Position zwei bis vier Tage dauern.
Es gibt viele verschiedene Varianten des Proof-of-Stake-Konsensmechanismus.
Solana verwendet eine Mischform des Proof-of-Stake- Konsensmechanismus, die das Netzwerk als „Proof-of-History“ bezeichnet. Als Mischform gehört zum Proof-of-Stake-Konsensmechanismus das Staking von SOL-Kryptowährung an Validatorknoten, die wiederum das Netzwerk betreiben.
Die Proof-of-History- Mischform bezieht sich auf die Art und Weise, auf die unterschiedliche Knoten den Status (die aktuelle Reihenfolge der Transaktionen im dezentralen Hauptbuch) des Netzwerks überwachen. Solana fügt jedem neuen Eintrag im dezentralen Hauptbuch einen gehashten Zeitstempel des vorherigen Hauptbucheintrags hinzu. Aufgrund einiger technischer Einschränkungen bezüglich der Berechnung von Hashes zeigt dieser Hash, dass der Block in seinem Zeitfenster und nicht zu einem anderen Zeitpunkt ausgegeben wurde. Dies kann leicht und somit schnell von jedem Validator bestätigt werden. Jeder Block enthält die Unterschrift des Knotens (als „Leader“ bezeichnet), der ihn emittiert hat. So können andere Validatoren schnell beweisen, dass der Block tatsächlich von dem korrekten „Leader“ für dieses Zeitfenster ausgegeben wurde.
Eine nicht technische Erläuterung von „Proof-of-History“ finden Sie unter https://solana.com/news/proof-of-history
Eine umfassende technische Erläuterung von „Proof-of-History“ und der Beziehung zu „Proof-of-Stake“ finden Sie unter https://www.shinobi-systems.com/primer.html
Staking auf Cardano
Bei Cardano gibt es kein automatisches Slashing (d. h. keine Strafe, wenn sich der Validator böswillig verhält). Es besteht jedoch die Möglichkeit von Sanktionen für fehlende Blöcke oder einen Mangel an gepledgten bzw. zugesagten ADA.18
- Fehlende Blöcke: Je mehr Blöcke ein Stake-Pool nicht produziert, desto niedriger ist die Belohnungsquote für den Stake-Pool in dieser Epoche.
- Mangel an gepledgten ADA: Ein Stake-Pool mit einer Stake-Cap ohne gepledgte ADA erhält nur 77 % der Belohnungen, die ein Stake-Pool, der vollständig aus gepledgten ADA besteht, bekommt.
Cardano hat keine (Un-)Bonding-Periode.17
17 https://www.coinbase.com/cloud/discover/protocol-guides/guide-to-cardano#Rewards-on-Cardano
Die Höhe der Staking-Belohnungen, die Staker im Cardano-Netzwerk erhalten, wird in mehreren Schritten ermittelt.
- Der mögliche Gesamtbetrag der Belohnung wird in jeder Epoche (ca. fünf Tage) berechnet, wobei eine Expansionsrate auf die nicht ausgegebene Reserve angewendet wird. (Die aktuelle Expansionsrate beträgt 0,3 %.) Zu diesem Betrag werden auch die in der vorangegangenen Epoche gezahlten Transaktionsgebühren hinzugerechnet.18
- Ein Teil des möglichen Gesamtbetrags der Belohnung wird an das Treasury ausgegeben. Dieser Betrag belief sich im November 2020 auf 20 %.
- Der verbleibende Teil des möglichen Gesamtbetrags der Belohnung wird an die Netzwerkvalidatoren ausgegeben. Von diesem Betrag können die folgenden Anpassungen vorgenommen werden:
- Abzug von Strafen (falls zutreffend);
- Für diejenigen, die einen Pool benutzen,
- Anpassung für diejenigen, die Token gepledgt haben (je mehr Token gepledgt wurden, desto höher ist die Zuteilung der Belohnung);
- Abzug etwaiger Pool-Fixkosten;
- Abzug einer etwaigen Pool-Marge.
Ausführlichere Informationen zu diesen Schritten finden Sie auf der Coinbase-Website unter https://www.coinbase.com/cloud/discover/protocol-guides/guide-to-cardano#Rewards-on-Cardano.
Cardano ist insofern einzigartig, als dass es keine (Un-)Bonding-Periode gibt. Stattdessen ist es möglich, Token in einem Staking-Pool zu pledgen (zuzusagen) und im Gegenzug höhere Staking-Belohnungen zu erhalten. Beim Pledging wird ein Betrag an selbstgebundenen Assets eingebracht, der so lange in einem Pool verbleibt, wie dieser betrieben wird. Es ist optional und ein Mechanismus zur Verringerung des Risikos eines Sybil-Angriffs (d. h. zur Verringerung des Risikos, dass ein Bedrohungsakteur die Kontrolle über mehr als die Hälfte der gestaketen Stimmrechte des Netzwerks übernimmt).19, 20, 21
19 https://docs.cardano.org/learn/pledging-rewards
20 https://www.coinbase.com/cloud/discover/protocol-guides/guide-to-cardano#Rewards-on-Cardano
21 https://www.coinbase.com/cloud/discover/solutions/cardano-stake-pledge-margin