Zentralbanken kaufen Gold weiterhin in großen Mengen
04 Oct 2022Daten des World Gold Council bestätigten, dass die Zentralbanken auch 2019 weiterhin in großen Mengen Gold kauften. Nachdem 2018 das 50-jährige Hoch von 656,2 Tonnen nur knapp verfehlt wurde, kauften die Zentralbanken 2019 650,3 Tonnen. 15 Zentralbanken erhöhten ihre Goldreserven 2019 um eine Tonne oder mehr, was zeigt, wie weit verbreitet der Kauf ist. In den vergangenen zehn Jahren waren die Zentralbanken in Schwellenländern bestrebt, ihre Devisenreserven zu diversifizieren, vor allem, um vom US-Dollar loszukommen. Sie haben außerdem die Vorteile von Gold als Schutz vor Turbulenzen auf den Finanzmärkten hervorgehoben. Die größten Käufer waren die Türkei, Russland, Polen und China.
Steigende Renditen lassen auch Gold nicht kalt
15 Sep 2022Der Hauptgrund für die letzthin sinkenden Goldpreise ist der starke Anstieg der Treasury-Renditen. Es besteht eine enge Beziehung zwischen Gold und Treasuries. Doch Treasuries sind nicht der einzige Faktor, der die Goldpreise beeinflusst. Die Inflation und eine Abwertung des Dollars wirken sich ebenfalls auf die Goldpreise aus. Die Inflation ist heute recht niedrig, doch die Inflationserwartungen steigen. Aufgrund der starken geldpolitischen Unterstützung könnte die Inflation in den nächsten Jahren deutlich zulegen. Deshalb halten viele Investoren eine finanzielle Absicherung gegen eine künftige Inflation mithilfe von Gold aufrecht. Für den Moment sind die Goldpreise aufgrund einer relativ niedrigen Inflation aber verhalten. Dadurch bietet sich jedoch möglicherweise ein guter Einstiegspunkt. Im Hinblick auf Devisen zeichnet sich für den US-Dollar unseres Erachtens aufgrund einer steigenden Verschuldung ein strukturell schwacher Ausblick ab. Die Abwertung des US-Dollars hat gerade erst begonnen und angesichts der zeitlichen Verzögerung in Bezug auf die Verschuldung, könnte dieser Trend mehrere Jahre anhalten. Deshalb könnte der Gegenwind bei Gold unseres Erachtens recht kurzfristig ausfallen, da sich Gold bei einer steigenden Inflation und einer Abwertung des Dollars voraussichtlich besser entwickeln wird.
Steigende Renditen lassen auch Gold nicht kalt
05 Mar 2021Der Hauptgrund für die letzthin sinkenden Goldpreise ist der starke Anstieg der Treasury-Renditen. Es besteht eine enge Beziehung zwischen Gold und Treasuries. Doch Treasuries sind nicht der einzige Faktor, der die Goldpreise beeinflusst. Die Inflation und eine Abwertung des Dollars wirken sich ebenfalls auf die Goldpreise aus. Die Inflation ist heute recht niedrig, doch die Inflationserwartungen steigen. Aufgrund der starken geldpolitischen Unterstützung könnte die Inflation in den nächsten Jahren deutlich zulegen. Deshalb halten viele Investoren eine finanzielle Absicherung gegen eine künftige Inflation mithilfe von Gold aufrecht. Für den Moment sind die Goldpreise aufgrund einer relativ niedrigen Inflation aber verhalten. Dadurch bietet sich jedoch möglicherweise ein guter Einstiegspunkt. Im Hinblick auf Devisen zeichnet sich für den US-Dollar unseres Erachtens aufgrund einer steigenden Verschuldung ein strukturell schwacher Ausblick ab. Die Abwertung des US-Dollars hat gerade erst begonnen und angesichts der zeitlichen Verzögerung in Bezug auf die Verschuldung, könnte dieser Trend mehrere Jahre anhalten. Deshalb könnte der Gegenwind bei Gold unseres Erachtens recht kurzfristig ausfallen, da sich Gold bei einer steigenden Inflation und einer Abwertung des Dollars voraussichtlich besser entwickeln wird.
Hoffnung auf US-Konjunkturpaket nimmt Edelmetallen ihren Glanz
13 Jan 2021Gold beendete 2020 mit einer positiven Dynamik im Dezember, da ein anhaltend schwacher US-Dollar bei dem Edelmetall für Unterstützung sorgte. Gold musste Anfang Januar jedoch Kursverluste einstecken. Die Renditen von US-Treasuries sind gestiegen und die Dollarschwäche hat leicht nachgelassen, da in den USA aufgrund der Mehrheit der Demokraten in beiden Kammern des Kongresses und des Amts im Weißen Haus erneute Hoffnung auf zusätzliche Finanzhilfen besteht. Ein umfangreicheres Konjunkturprogramm ist den Erwartungen zufolge zwar ein Rettungsanker für die US-Wirtschaft, eine durch die anhaltend entgegenkommende Geldpolitik ausgelöste Inflation wird den Dollar erwartungsgemäß jedoch weiter schwächen. Ebenso haben die Impfstoffe bei Risikoaktiva zwar für positive Entwicklungen gesorgt, die Märkte könnten aber jederzeit realisieren, dass sich die wirtschaftliche Realität nicht so sehr verbessert hat wie es die Gewinne bei Aktien vermuten lassen. Diese Erkenntnis könnte potenziell durch Wirtschaftsdaten oder Unternehmensergebnisse ausgelöst werden. Eine Kombination dieser Kräfte könnte dazu beitragen, dass die Goldpreise aufs Neue steigen.
Gold findet zu altem Glanz zurück
06 Jan 2021Die Goldpreise fielen Ende November auf rund 1776 USD/oz, ihrem niedrigsten Stand seit Juli. Doch seitdem hat sich Gold deutlich erholt und wird mit rund 1956 USD/oz gehandelt (Stand: 6. Januar). Das Preisverhalten von Gold seit Dezember erinnert an das vom März letzten Jahres, als es sich gemeinsam mit Aktien deutlich erholte. Dies bedeutet, dass die Märkte trotz der Risiken, denen die Volkswirtschaften und Märkte kurzfristig aufgrund der Ausbreitung des Virus ausgesetzt sind, im Hinblick auf Aktien optimistisch gestimmt zu sein scheinen. Die Investoren mildern die Risiken für ihre Portfolios aber möglicherweise durch die Aufnahme von sicheren Anlagen wie Gold ab. Diese neue Dynamik, dass Gold parallel zu Aktien im Wert steigt, erscheint in einer Welt voller Risiken, jedoch angetrieben durch eine äußerst entgegenkommende Geldpolitik, immer weniger rätselhaft.
Gold zum ersten Mal seit 2011 über 1800 USD/Feinunze
10 Dec 2020Gold wird zum ersten Mal seit 2011 über 1800 USD gehandelt, wobei das Edelmetall seine Stärke aus mehreren Quellen bezieht:
• Ein Anstieg der spekulativen Positionierung in Futures, da die Infektionszahlen in den USA steigen.
• Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China sind wieder spürbar.
• Der US-Dollar ist schwach und die Renditen von Staatsanleihen nehmen weiter ab.
Gold verzeichnet seit Jahresbeginn einen Zuwachs von über 19 % (Stand: 13. Juli) und die Investoren nutzen das gelbe Metall als Absicherung gegen:
• Währungsabwertungen aufgrund einer äußerst entgegenkommenden Geldpolitik
• Risiko steigender Inflation
• Wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Risiken
Hoffnung auf Impfstoff senkt Zweifel an Ölnachfrage, Gold aber möglicherweise überverkauft
10 Nov 2020Gestern (Montag, 9. November) löste die Nachricht über einen potenziellen Impfstoff für COVID-19 bei Aktien und Öl eine Rallye aus, während es bei Gold und Silber zu hohen Verlusten kam. Die Ölpreise werden auch heute auf einem erhöhten Niveau gehandelt, da die Angst um einen Zusammenbruch der Nachfrage abebbt, die den Ölkomplex im vergangenen Monat zurückgehalten hat. Gold und Silber konnten hingegen einen Teil ihrer Verluste wieder gutmachen. Es ist wahrscheinlich, dass die gestrigen Schwankungen bei den Metallen überhöht waren. Am Freitag, den 6. November, sah es danach aus, dass Gold andere defensive Anlagen wie US-Treasuries überholen könnte, doch am Montag, den 9. November, erschien Gold angesichts des Ausverkaufs, zu dem es bei dem Edelmetall gekommen war, gegenüber US-Treasuries zu günstig. Nimmt man US-Treasuries als Maßstab, muss Gold noch etwas aufholen. Unseres Erachtens wird Silber zwangsläufig im Windschatten von Gold folgen. Wir sind nicht der Ansicht, dass die Nachricht über einen Impfstoff die Herausforderung, der sich die Zentralbanken und finanzpolitischen Institutionen gegenübersehen, unmittelbar lindern werden. Der Zeitraum der geldpolitischen Freizügigkeit wird sich wohl noch fortsetzen, was unseres Erachtens den Goldpreis positiv beeinflussen wird.
Falls eine Erleichterung der Lockdown-Bedingungen durch den Impfstoff beschleunigt werden kann, dürfte sich dies unserer Ansicht nach günstig auf die Ölnachfrage auswirken. Wir bezweifeln jedoch, dass der Impfstoff in naher Zukunft in großen Mengen zur Verfügung stehen wird. Deshalb bleibt der Handlungsdruck für die Organisation Erdöl-exportierender Länder (OPEC) bezüglich einer weiteren Angebotsverknappung bestehen. Die Sitzung der Organisation Ende dieses Monats wird entscheidend sein, um dies unter Beweis zu stellen.
Marktvolatilität stellt defensive Eigenschaften von Gold erneut auf die Probe
02 Nov 2020Da die Märkte auf die erneut durch COVID-19 ausgelösten Lockdowns in Europa und andernorts risikoavers reagieren, werden die defensiven Eigenschaften von Gold erneut auf die Probe gestellt. Wie bereits im März 2020 reagierte Gold darauf zunächst mit Kursverlusten, da das Metall aufgrund der angestrebten Risikominderung durch die Investoren unter Verkaufsdruck geriet. Dieser entstand, da die Investoren ihre Bestände liquidierten, um Nachschussanforderungen auf andere Positionen bedienen zu können. Gold zeigt jedoch Anzeichen für einen Kursanstieg und das eng korrelierte Silber wird unseres Erachtens in seinem Windschatten folgen.
Dynamische Natur von Gold tritt hervor
26 Oct 2020Obwohl sich Gold von den Rekordhochs vom August zurückgezogen hat, befindet es sich zum 26. Oktober seit Jahresbeginn immer noch um rund 25 % im Plus. In diesem Jahr nutzen die Investoren Gold als Schutz vor Unsicherheit in der Wirtschaft und auf den Finanzmärkten. Da die Inflation nun anzieht, gewinnen auch die Eigenschaften von Gold als Schutz vor Inflation zunehmend an Bedeutung. Gold spielt deshalb nicht nur als Schutz gegen Abwärtsrisiken eine Rolle, es ist auch in aufwärts tendierenden Märkten ein relevantes Instrument, da es sich bei Inflation um eine Eigenschaft eines Wirtschaftsaufschwungs handelt.
Kursverluste bei Gold im September ähneln denen im März
28 Sep 2020Nach einem neuen Intraday-Hoch am 6. August 2020 von über 2070 USD/oz waren die Goldpreise bis zum 28. September 2020 um fast 10 % rückläufig. Seit Jahresbeginn verzeichnet Gold jedoch immer noch einen Gewinn von über 22 % und ist vor allem eine der sehr wenigen Anlagen, die in der schwersten Phase der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Krise Zuwächse verzeichnet hat. Die aktuellen Verluste bei Gold ereignen sich zu einem seltsamen Zeitpunkt, da die Inflationserwartungen steigen, der US-Dollar Schwäche zeigt und wir der wirtschaftlichen Unsicherheit, die die COVID-19-Pandemie mit sich gebracht hat, noch nicht wirklich entkommen sind. Die konjunkturell bedingten Verluste des letzten Monats könnten defensive Anlagen wie Gold und US-Staatsanleihen unter Druck setzen, was bereits im März 2020 der Fall war. Damals machten die Investoren aufgrund des Drucks, der auf anderen Teilen ihrer Portfolios lastete, liquide Anlagen zu Geld. Wenn Gold nur als defensive Anlage betrachtet wird, könnte eine konjunkturelle Erholung den Kursen schaden. Aus historischer Sicht ist Gold aber nicht nur eine defensive Anlage. Sein Preis steigt tendenziell mit der Inflation, zu der es in Phasen mit einem starken Wirtschaftswachstum kommt. Solange einer Erholung nicht mit einer massiv verschärften Geldpolitik entgegnet wird, ist es wahrscheinlich, dass sich Gold gut entwickeln wird.