PRESSEMITTEILUNGEN
Aufwärtstrend bei US-Lohnentwicklung führt zu Neujustierung der Markterwartungen an die Fed
Tuesday 09th July '19
Die am vergangenen Freitag veröffentlichten, überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten wecken Zweifel daran, ob der geldpolitische Ansatz der US-Notenbank so moderat ausfällt wie vom Markt erhofft. Folglich drehte die Stimmung an den Aktienmärkten ins Negative, und auch die zuvor am Donnerstag, 4. Juli, unter 1,95 % gefallene Rendite 10-jähriger US Treasuries stieg erneut auf über 2 %. Im Intraday-Handel verzeichnete der US Dollar Basket am Freitag, 5. Juli, einen Wertzuwachs um nahezu 0,5 %. Aus diesem Grund setzte sich die Goldrallye nicht wie bisher fort. In der Folge sank der Goldpreis von einem Niveau nahe USD 1.420 je Feinunze Mitte vergangener Woche auf knapp unter USD 1.400 je Feinunze zum Wochenende. Angesichts der nach wie vor hohen geopolitischen Risiken sollte sich das Abwärtspotenzial für Gold infolge der Neubewertung des geldpolitischen Kurses der Fed durch den Markt allerdings in Grenzen halten. Die Aufkündigung des Atomabkommens seitens des Iran, die weiterhin bestehende Gefahr der Eskalation bei den Handelsgesprächen und die nach der Entlassung des Notenbankchefs in der Türkei fortgesetzte institutionelle Instabilität dürften die Nachfrage nach dem Edelmetall als historisch sicheren Hafen weiter hochhalten.