Goldausblick bis Q1/2027:
Eine turbulente Entwicklung hin zu einer neuen Basis
April 2027
Im Januar 2026 verzeichnete Gold den größten monatlichen Anstieg seit September 1999, bevor es im März 2026 den stärksten monatlichen Absturz seit Juni 2013 hinnehmen musste. Daher war das erste Quartal des Jahres 2026 für das Edelmetall außergewöhnlich ereignisreich.
Unserer Ansicht nach befindet sich Gold auf dem Weg zu einem neuen, höheren „Steady State“ bzw. Gleichgewichtszustand, gestützt durch eine sich verbreiternde Anlegerbasis. Chinesische Versicherungsgesellschaften, indische Pensionsfonds und Emittenten digitaler Assets wie Tether stellen relativ neue Nachfragquellen dar. Gleichzeitig haben die Zuflüsse in Gold-ETFs (börsengehandelte Fonds) sowohl in China als auch in Indien im vergangenen Jahr deutlich zugenommen.
Die Phase bis zur Herstellung dieses neuen Gleichgewichts dürfte weiterhin von Schwankungen geprägt sein. Allerdings deutet es auch darauf hin, dass sich der Goldpreis letztendlich auf einem höheren Niveau einpendeln könnte. Für langfristig orientierte Anleger können Phasen der Volatilität daher eher Chancen statt Risiken bieten.
Vor diesem Hintergrund ist die Modellprognose des Goldpreises eine besondere Herausforderung. Folglich betrachten wir die aus unserem traditionellen Rahmen abgeleiteten Prognosen als Ausgangsbasis, wobei Aufwärtspotenzial durch strukturelle Verschiebungen in der Nachfrage besteht und gleichzeitig mit erhöhter Volatilität zu rechnen ist.