PRESSEMITTEILUNGEN
Weiterhin harter Kurs der Zentralbanken belastet Edelmetalle
Thursday 15th September '22
Die Rede von Jerome Powell in Jackson Hole hat Gold keine Unterstützung geboten. Falls es in irgendeiner Hinsicht Erwartungen an ein entgegenkommendes Verhalten der US-Notenbank gegeben hat, wurden diese auf dem Symposium zunichte gemacht. Ein weiterhin harter Kurs der Fed sorgt für einen starken US-Dollar und einen Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen – beides sind keine willkommenen Anzeichen für Gold. Diese beiden Faktoren haben sich im Laufe des vergangenen Monats entwickelt und damit auch die erwarteten Auswirkungen auf Gold. Doch ein harter Kurs der Fed in Zeiten, in denen sich die USA bereits in einer technischen Rezession befinden und die Stimmung auf den Aktienmärkten größtenteils risikoavers ausfällt, dürfte zu einer erhöhten Nachfrage nach defensiven Anlagen führen. Angesichts des Nettoabflusses aus Exchange Traded Products für Edelmetalle weltweit im letzten Monat und einer ebenso rückläufigen spekulativen Positionierung in Futures ist es bisher aber noch nicht dazu gekommen. Dies lässt unseres Erachtens darauf schließen, dass die Vorteile von Gold als Schutz vor wirtschaftlichen Risiken derzeit unterbewertet werden – dies könnte sich in den kommenden Monaten jedoch korrigieren.