PRESSEMITTEILUNGEN
Kursverluste bei Gold im September ähneln denen im März
Monday 28th September '20
Nach einem neuen Intraday-Hoch am 6. August 2020 von über 2070 USD/oz waren die Goldpreise bis zum 28. September 2020 um fast 10 % rückläufig. Seit Jahresbeginn verzeichnet Gold jedoch immer noch einen Gewinn von über 22 % und ist vor allem eine der sehr wenigen Anlagen, die in der schwersten Phase der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Krise Zuwächse verzeichnet hat. Die aktuellen Verluste bei Gold ereignen sich zu einem seltsamen Zeitpunkt, da die Inflationserwartungen steigen, der US-Dollar Schwäche zeigt und wir der wirtschaftlichen Unsicherheit, die die COVID-19-Pandemie mit sich gebracht hat, noch nicht wirklich entkommen sind. Die konjunkturell bedingten Verluste des letzten Monats könnten defensive Anlagen wie Gold und US-Staatsanleihen unter Druck setzen, was bereits im März 2020 der Fall war. Damals machten die Investoren aufgrund des Drucks, der auf anderen Teilen ihrer Portfolios lastete, liquide Anlagen zu Geld. Wenn Gold nur als defensive Anlage betrachtet wird, könnte eine konjunkturelle Erholung den Kursen schaden. Aus historischer Sicht ist Gold aber nicht nur eine defensive Anlage. Sein Preis steigt tendenziell mit der Inflation, zu der es in Phasen mit einem starken Wirtschaftswachstum kommt. Solange einer Erholung nicht mit einer massiv verschärften Geldpolitik entgegnet wird, ist es wahrscheinlich, dass sich Gold gut entwickeln wird.